Lokalsport

Pascal Bischof setzt sich die Krone auf

Ski Der 22-Jährige von den SF Dettingen gewinnt als erster Teckläufer die Gesamtwertung des Deutschlandpokals.

Strahlender Sieger: Pascal Bischof umrahmt von Fabian Jerger und Jeremias Wilke.Foto: pr
Strahlender Sieger: Pascal Bischof umrahmt von Fabian Jerger und Jeremias Wilke.Foto: pr

Oberjoch. Pascal Bischof von den SF Dettingen hat für einen historischen Erfolg gesorgt. Der 22-Jährige ist der erste Skirennläufer der Teckregion, der die Gesamtwertung des Deutschlandpokals (DP) gewinnen konnte. Ein dritter Platz im Rahmen des Deutschen Liga-Finales in Oberjoch reichte für den Gesamtsieg.

Im 18. DP-Rennen behielt Bischof die Nerven und ließ Hauptkonkurrent Fabian Jerger vom WSV Kiefersfelden hinter sich. Das musste er auch, denn sonst hätte Bischof, der mit gerade mal 15 Punkten Vorsprung ins entscheidende Rennen gegangen war, höchstwahrscheinlich den bislang größten Coup seiner Rennkarriere verpasst.

Es war ein schwieriger, mit 315 Höhenmetern sehr anspruchsvoller Riesentorlauf am Hang am Iseler. Pascal Bischof durfte auf keinen Fall ausscheiden, denn sonst hätte Jerger der 15. Platz zum Gesamtsieg gereicht. Dementsprechend konzentriert ging der Dettinger zur Sache. Mit Startnummer eins lief es für den Wirtschaftsstudenten auf perfekt präparierter Piste vom Start an rund. „Ich hatte während des Rennens nie das Gefühl, dass da etwas schiefgehen könnte“, sagte ein selbstsicherer Bischof nach der drittschnellsten Zeit (55,89 Sekunden) hinter Nico Müller (SC Truchtelfingen/55,09) und Leopold Lechner (TSV Ottobeuren/55,81).

Die Spannung löste sich jedoch erst acht Startnummern später, als Jerger trotz guter und aggressiver Fahrt nicht an die Zeit von Bischof herankam. Mit 57,06 Sekunden verlor Jerger als Sechster weitere 20 Punkte, sodass Bischof seinen Vorsprung im Endklassement auf 35 Zähler ausbauen konnte. Der Gesamtsieg im DP ist für den Dettinger absolut verdient. In 18 Rennen stand Pascal Bischof neun Mal auf dem Siegerpodest, wurde zwei Mal Erster, fünf Mal Zweiter und zwei Mal Dritter.

Gute Ergebnisse lieferten auch sein Bruder Marc-André Bischof als 14. (58,21), der damit seinen 16. Platz im Gesamtklassement festigte, sowie Steffen Bazlen (TSV Weilheim) als 31. (61,37).

Zum Abschluss ins Zillertal

Am kommenden Wochenende geht es für die beiden Bischof-Brüder zum Saisonabschluss „just for fun“ ins Zillertal nach Hochkrimml zur 29. Auflage der rheinland-pfälzischen Sportwoche, wo insgesamt neun Rennen stattfinden. Die beiden Dettinger werden sich ausschließlich auf die vier Riesenslalomrennen konzentrieren. Für Marc-André geht es vor allem darum, sich in der DSV-Gesamtrangliste weiter nach vorne zu schieben.Martin Moll

Brüderpaar auch im Teamwettbewerb top

Für das deutsche Liga-Finale hatten sich die jeweils acht besten Mannschaften aus Baden-Württemberg und Bayern qualifiziert. Deutscher Mannschaftsmeister wurde die Renngemeinschaft Werdenfels-Garmisch vor dem Team Albstadt mit Pascal Bischof. Den sechsten Platz holte das Team Albstadt II mit Marc-André Bischof, auf Platz neun landete Team Albstadt III mit den beiden Teckläufern Finn Haug und Steffen Bazlen aus Weilheim.mm

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