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Basketball: Knights kämpfen morgen in Hanau um Auswärtspunkte

Ab nach Hessen: Am 20. Spieltag müssen Kirchheims Zweitligabasketballer am morgigen Samstag in Hanau antreten. Im Hinspiel besiegten die Ritter die White Wings nach langem Kampf mit 78:61. Doch Vorsicht ist geboten, denn der kommende Gegner hat drei der letzten vier Spiele gewonnen.

Packend war das Duell zwischen den Knights um Dennis Tinnon (links) und Hanau bereits im Hinspiel - ob die Knights den 78:61-Erf
Packend war das Duell zwischen den Knights um Dennis Tinnon (links) und Hanau bereits im Hinspiel - ob die Knights den 78:61-Erfolg wiederholen können?Foto: Silviani

Kirchheim. Die Knights befinden sich momentan in guter Verfassung. Bei elf der letzten 13 Spiele verließen die Kirchheimer als Sieger das Parkett. Nach wochenlangen Verletzungsproblemen scheint auch in diesem Bereich so langsam Ruhe einzukehren. „Seit knapp zwei Wochen trainieren wir in Vollbesetzung. Einzig Richie Williams hat mit seiner Leiste zu kämpfen. Aber ansonsten versuchen wir, die Zeit zu nutzen, um unseren Rhythmus zu finden“, erklärt Head-Coach Michael Mai.

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Dieser dürfte angesichts der Erfolgsbilanz nicht allzu schlecht sein, doch Kirchheims Trainer warnt. „Die letzten beiden Spiele waren nicht gut. Wir haben vor allem offensiv nicht gut gespielt. Unsere Abstimmung passt noch nicht. Daran arbeiten wir“, so Mai.

Die beiden Siege gegen Essen und Chemnitz musste man unter der Teck mehr unter der Rubrik Arbeitssieg verbuchen. Doch eine Änderung ist auch gegen den kommenden Gegner Hanau nicht in Sicht. Die White Wings gelten als aggressives und verbissenes Team, das vorzugsweise über den Kampf ins Spiel findet. Und mit diesem Mittel befinden sie sich seit einigen Wochen auf Erfolgskurs. Baunach, Paderborn und Leverkusen hatten den White Wings nicht genug entgegenzusetzen, wodurch sich die Hessen wichtige Punkte im Abstiegskampf sichern konnten.

Und nicht nur das. Durch die Erfolgsserie knüpften die Hanauer Kontakt zu den Play-off-Plätzen. Bei einem Sieg gegen Kirchheim wäre man hautnah dran. Genug Motivation also für die Mannen von US-Trainer Simon Cote. Topscorer der Hessen ist Center Kruize Alshaude Zaa-Kee Pinkins mit 13,8 Zählern pro Partie. Der bullige 2,04-Meter-Mann greift sich zusätzlich 9,4 Abpraller und gehört damit auch zu den Top-Reboundern der Liga. Seine Duelle mit Keith Rendleman, Dennis Tinnon, Andi Kronhardt und Johannes Joos dürfte mitentscheidend sein für den Ausgang der Partie.

Angeführt werden die White Wings von Miles Ramon Jackson-Cartwright. Der groß gewachsene Point-Guard dirigiert das Spiel des Tabellenzwölften. Unterstützung erhält er dabei von Till-Joscha Jönke. Der bundesligaerfahrene Guard kommt bei den White Wings von der Bank und sorgt für zusätzliche Power. „Hanau hat ein sehr defensivstarkes Team. Sie spielen sehr körperbetont und aggressiv. Man muss von Anfang an dagegenhalten, sonst übernehmen sie schnell das Kommando“, beschreibt Mai den Gegner.

Für die Ritter sind die beiden Auswärtspunkte sehr wichtig. „Wir haben ein extrem schweres Schlussprogramm und müssen vorher jeden möglichen Punkt sammeln. Keine Mannschaft darf sich Ausrutscher erlauben“, weiß Kirchheims Trainer. Mit nur zwei Punkten Rückstand rangieren die Rockets aus Gotha direkt hinter den Rittern, gefolgt von Hamburg, Nürnberg und Heidelberg. Allesamt Gegner, die noch auf die Ritter warten. Zudem empfangen die Kirchheimer noch Tabellenführer Jena und den Zweitplatzierten aus Vechta. Vor allem Nürnberg scheint nochmals einen Anlauf auf die Top Four der Tabelle wagen zu wollen. Innerhalb von wenigen Tagen wurden drei neue Spieler verpflichtet, mit denen der Kampf um die Play-offs im Frankenland eingeläutet wurde. Es geht also spannend weiter unter der Teck. Noch haben die Knights „nur“ eine gute Ausgangsposition. Spielbeginn in Hanau ist um 19 Uhr.cs