Lokalsport

Pferdebranche fordert Entlastung

Corona Um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie besser zu meistern, wollen Reitverbände Steuersenkungen.

Symbolbild

Weilheim. Die Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) und die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) wollen eine Mehrwertsteuersenkung für die Leistungen pferdehaltender Betriebe und Reit- unterricht erreichen. Diese Forderung haben die Präsidenten der Verbände in einem persönlichen Brief direkt an Bundesfinanzminister Olaf Scholz gerichtet.

Nach Wochen des kompletten Stillstands aufgrund der Corona-Pandemie sind die wirtschaftlichen Folgen für die Pferdebranche in Deutschland existenzbedrohend. Aus Sicht von FN und BBR wäre eine Mehrwertsteuersenkung von 19 auf sieben Prozent für Pensionspferdehaltung, Reitschulen, Unterricht und Ausbildung von Pferden und Menschen sowie Pferdehandel ein Faktor, der erheblich zur Milderung der wirtschaftlichen Krise beitragen würde. Diese Maßnahmen könnten die Betriebe am Leben erhalten und Insolvenzen vermeiden.

In Deutschland gibt es mehr als 10 000 Firmen, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen, deren direkter oder indirekter Haupt-Geschäftsgegenstand das Pferd ist. Der Umsatz der deutschen Pferdewirtschaft liegt bei rund 6,7 Milliarden Euro, teilt der Pferdesportverband Baden-Württemberg mit. Fast vier Millionen Menschen bezeichnen sich demnach selbst als Reiter, 1,25 Millionen betreiben diese Sportart intensiv. Davon sind beinahe 700 000 in Vereinen organisiert. 7300 Reit-, Fahr- und Voltigiervereine sowie 3500 Pferdebetriebe sind der FN und ihren Landesverbänden angeschlossen. Sie alle sind unmittelbar von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen. pm

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