Lokalsport

Pizzabäcker auf Punktejagd

Basketball Am Sonntag gastieren die Kirchheim Knights bei den Gladiators Trier, die als einer der Topfavoriten auf den Aufstieg in die BBL gelten.

Könner auch in der Küche: Am Nikolaustag waren die Knights im entsprechenden Outfit bei „Pizza Bob“ aktiv.  Foto: Jörg Bächle

Raus aus der Küche, ran an die Körbe: Nachdem sie am Mittwochmittag zwei Stunden lang bei „Pizza Bob“ in Kirchheim für Fans und Gäste am Ofen aktiv waren, geht es für die Knights übermorgen ins nächste Zweitligaduell: Am Sonntag gastiert der Überraschungsdritte aus der Teckstadt in Trier. Dort treffen die Ritter auf den punktgleichen Tabellenfünften von der Mosel – nach dem Sieg gegen Jena ist es das nächste Spiel gegen einen Aufstiegskandidaten.

Was die Fanunterstützung angeht, sprengen die Gladiators ­Trier in dieser Saison alle bislang in der Pro A erreichten Grenzen. Gegen Kirchheim werden, wie schon bei einigen Heimspielen zuvor, mindestens 4000, wenn nicht gar 5000 Zuschauer erwartet – der Basketball Boom hat die älteste Stadt Deutschlands erreicht und dies nicht zuletzt aufgrund bedeutender Spielerverpflichtungen im Sommer.

Einige herausragende Namen tummeln sich in der von Don Beck trainierten Mannschaft. US-Amerikaner Marcus Graves, der eine Zeit lang in der NBA aktiv war, Behnam Yakchali, iranischer Nationalspieler und zuletzt in der BBL unterwegs, oder Center Maik Zirbes, ehemaliger deutscher Nationalspieler und langjähriger Euroleaguespieler, sorgen für Aufbruchstimmung in Trier. Kurz- oder mittelfristig ist die BBL das Ziel, und die Trierer lassen nichts unversucht, um dies zu erreichen. „Individuell betrachtet, ist Trier das Maß aller Dinge in der Pro A. Sie sind sowohl bei den Imports wie auch auf den deutschen Positionen unglaublich besetzt“, erklärt Knights-Sportchef Chris Schmidt.

Dass noch nicht alles zu 100 Prozent eingespielt ist, zeigte das vergangene Wochenende, als sich die Gladiators dem Tabellenvorletzten aus Bochum mit 103:97 geschlagen geben mussten. Vor allem die kleinen, wendigen Guards der Bochumer stellten die große und physische Trierer Mannschaft vor Probleme. „Das ist etwas, das ihnen wehtun kann, allerdings verfolgen wir eine ähnliche Philosophie und haben unsererseits auch eher große und physische Spieler. Bochum ist anders aufgestellt und deshalb nicht vergleichbar“, ergänzt Schmidt.

Dennoch gehen die Teckstädter selbstbewusst in die Partie. „­Trier ist einer der Favoriten auf den Aufstieg. Sie haben ein komplettes und sehr erfahrenes Team. Ihnen steht alles zur Verfügung, was man benötigt. Wir wollen diszipliniert und physisch agieren, dann glauben wir auch eine Chance zu haben“, sagt Headcoach Igor Perovic, der unter der Woche mit einer Erkältung zu kämpfen hatte.

Im Team der Trier erreichen fünf Akteure eine zweistellige Punkteausbeute pro Partie. Den Topwert hält Point Guard Graves mit 14,3 Punkten pro Spiel, dicht gefolgt von Clayton Guillozet (12,9), Zirbes (12,4), Yakchali (11,8) und Moritz Krimmer (10,3). Um sie wird sich die Kirchheimer Defensive bevorzugt kümmern müssen.

Im Team der Teckstädter waren mit Ausnahme von Perovic zur Wochenmitte alle Akteure fit und einsatzbereit. Begleitet werden die Korbjäger erneut von einigen Mitgliedern des Fanclubs „Knights Supporters“.cs

Die Partie wird übertragen auf www.sportdeutschland.tv