Lokalsport

Pohls Gala am Problemgerät

Kirchheimer verpasst bei der Turn-DM als Siebter nur knapp das Finale am Pauschenpferd

Platz elf im Mehrkampf und eine Überraschung am Pauschenpferd: Felix Pohl hat bei der Turn-DM als Siebter nur knapp das Gerätefinale verpasst.

Das konnte sich sehen lassen: Felix Pohl am Samstag in Hamburg nach seinem Auftritt am Pauschenpferd. Foto: fishing4
Das konnte sich sehen lassen: Felix Pohl am Samstag in Hamburg nach seinem Auftritt am Pauschenpferd. Foto: fishing4

Hamburg. Mächtig ins Zeug hatten sich die Hamburger gelegt und den deutschen Meisterschaften einen gelungenen Rahmen verpasst. Die 37 Turner fanden auf dem eigens für sie aufgebauten Podium in der Halle beste Wettkampfvoraussetzungen vor. In Riege eins war der Kirchheimer Felix Pohl in bester Gesellschaft: Vor ihm gingen Andreas Brettschneider und Fabian Hambüchen auf die Bodenfläche und setzten mit jeweils 14,70 Punkten den Maßstab. Nervenstark beendete Felix Pohl mit einer Dreifachschraube seine Bodenübung und strich dafür 14,10 Punkte ein – ein starker Beginn. Gleich danach legte Marius Toba mit 14,50 Punkten den Grundstein für seinen ersten Mehrkampftitel.

Das Pauschenpferd erwies sich auch in Hamburg wieder als das Problemgerät der Turner. Eine Erfahrung, die auch Andreas Brettschneider machen musste, der für seinen Auftritt nur 11,90 Punkte erhielt. Fabian Hambüchen verzichtete wegen seiner Schulterverletzung auf dieses Gerät. Eine seiner besten Übungen am Pferd brachte Felix Pohl an diesem Tag aufs Podium. Konzentriert und nervenstark zog er vor 2 500 Zuschauern in der Hamburger Sporthalle sein Programm durch und wurde dafür mit 13,45 Punkten und Platz sieben in der Qualifikation für das Gerätefinale der sechs Besten belohnt.

Nach einer sauber vorgetragenen und mit einer Punktlandung beendeten Ringeübung lag der Kirchheimer Sportsoldat zur Halbzeit der deutschen Meisterschaften in der Gesamtwertung auf Platz zehn. Um den Titel kämpften Andreas Toba und der Silbermedaillengewinner bei Olympia 2012, Marcel Nguyen. Letzterer zeigte jedoch Schwächen am Sprung (13,30 Punkte) und gab damit den Weg zum Titel für Tobas frei.

Nach 13,80 Punkten am Sprung wechselte Felix Pohl zum Barren, um dort erstmals mit einer Felge zu beginnen. Doch die Premiere misslang und zwang ihn zur Übungsunterbrechung. Mit einer 11,90-Wertung büßte er dadurch erheblich Punkte ein. Doch der Kirchheimer fasste sich schnell wieder. Am Reck gelangen alle Flugteile, die ihm die nächste 13er-Wertung einbrachten und im Mehrkampf den elften Platz sicherten.

Nach den Männern zeichnete sich ein spannender Wettstreit der Frauen um den Mehrkampftitel ab. Bis zur letzen Übung war alles offen. Am Ende war es Sophie Scheder (Chemnitz), die die Stuttgarterin Elisabeth Seitz vom Thron stieß. Dennoch waren die Turnerinnen des Kunstturnforums in Stuttgart mit drei Vertreterinnen unter den ersten fünf in Feierlaune. Mit Platz 18 war auch Sarina Maier (TB Neckarhausen) zufrieden, nachdem sie ihr Programm wie geplant zu Ende turnen konnte. Bei der Premiere ihrer neuen Bodenübung hatte die Kirchheimer Bundesligaturnerin mit 12,30 Punkten ihr bestes Ergebnis erreicht.mp

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