Lokalsport

Positive Eindrücke im Reisegepäck

Basketball Die Kirchheim Knights gastieren morgen bei Zweitliga-Tabellenführer Vechta. Nach dem Heimsieg gegen Köln ist die Hoffnung auf eine Überraschung groß.

Ob Andreas Kronhardt (am Ball) und die Knights in Vechta ebenso mithalten können, wie im Hinspiel? Foto: Tanja Spindler
Ob Andreas Kronhardt (am Ball) und die Knights in Vechta ebenso mithalten können, wie im Hinspiel? Foto: Tanja Spindler

In Deutschlands zweithöchster Spielklasse sind 22 Spiele gespielt, und an der Tabellenspitze rangieren mit Vechta und Crailsheim zwei Mannschaften, die bereits einige Punkte Vorsprung auf ihre Verfolger aufweisen können. Sie sind bereits zu diesem Zeitpunkt sicher für die Play-offs qualifiziert.

Während das Mittelfeld von Platz sechs bis zwölf eng gestaffelt ist, mussten die Rastaner erst zwei Niederlagen hinnehmen und können beruhigt die letzten Saisonspiele angehen. Einzig gegen Crailsheim und Trier gab es knappe Niederlagen. Ansonsten weist die Mannschaft von Trainer Doug Spradley, der bereits mit Würzburg den Aufstieg aus der Pro A in die BBL schaffen konnte, eine blütenweiße Weste auf. Doch es gab auch knappe Duelle, nahe am Favoritensturz.

Eines dieser denkwürdigen Spiele fand in Kirchheims Sporthalle Stadtmitte statt. Beim 80:79-Auswärtserfolg für Vechta hatten die Schwaben kurz vor dem Ende noch die Chance zum Sieg, brachten in dieser Situation jedoch keinen vernünftigen Wurfversuch mehr zustande.

Nun haben Kirchheims Korbjäger erneut die Chance, den Topfavoriten zu stürzen. Nach einer letzten Trainingseinheit in Kirchheim heute morgen geht es direkt in den Bus, der die Mannschaft ins niedersächsische Vechta bringen wird. Mit an Bord ist auch der zuletzt verletzte Tre Bur­nette. Er kehrte zu Wochenbeginn ins Mannschaftstraining zurück, absolvierte jedoch zunächst nur individuelle Einheiten, da eine volle Trainingsbelastung noch nicht möglich war. „Wir werden abwarten müssen, wie die Situation sich bis zum Spiel entwickelt“, so Mirolybov, der auf Nummer sicher gehen möchte.

Die Ritter zeigten gegen Köln die wohl bislang beste Halbzeit in dieser Spielzeit und wollen die positiven Eindrücke mit nach Vechta nehmen. „Es ist vollkommen klar, dass Vechta der Topfavorit ist. Aber wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir mithalten können. Wer weiß, was dann am Ende alles möglich ist“, erklärt der 40-jährige Finne.

Dem entgegen stellt sich der erste Kandidat auf den Aufstieg in die erste Liga. Topscorer im Team des Tabellenführers ist der letztjährige Kirchheimer Seth Hinrichs. 14,5 Zähler legt der US-Amerikaner pro Partie auf. Jeremy Dunbar, Chris Carter, David Gonzalvez, Josh Young, Dirk Mädrich und Robin Christen gehören ebenfalls zur Kategorie Top-Spieler, die den Aufstieg für Rasta Vechta perfektmachen sollen.

Bereits am Mittwoch mussten die Rastaner in Köln antreten und setzten sich dort denkbar knapp mit 58:57 durch. Doch diesem zusätzlichen Spiel messen die Ritter keine große Bedeutung bei. „Ähnlich wie gegen Köln muss unsere Defensive insgesamt kompakt stehen. Dass Vechta einige Tage zuvor noch ein Spiel bestreitet, macht dabei keinen Unterschied. Sie haben so viele Spieler, dass sie sich ihre Kräfte gut einteilen können“, sagt Mirolybov.cs

1 Für alle daheim gebliebenen Ritterfans gibt es die Möglichkeit, das Spiel per Livestream ab 19.30 Uhr unter www.airtango.live zu verfolgen.

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