Lokalsport

Prädikat besonders spannend

Kirchheim gegen Crailsheim: Die Rivalität reicht zurück bis in die Neunzigerjahre. Seit Gründung der Pro A 2008 gab es fünf gemeinsame Spielzeiten in Deutschlands zweithöchster Liga. Die Bilanz ist ausgeglichen: fünf Siege bei fünf Niederlagen auf beiden Seiten.

2009/10 Das erste Duell in der noch jungen Liga endet mit einer unglaublichen Statistik aus Kirchheimer Sicht: 19 Dreierversuche – null Treffer. Bei der 74:78-Niederlage der Knights in der Crailsheimer Hakro-Arena ist dennoch ein Kirchheimer Topscorer des Abends: Forward Ryan DeMichael erzielt 18 Punkte, die Mannschaft von Neu-Trainer Frenkie Ignjatovic revanchiert sich im Rückspiel mit einem 95:79-Erfolg und wird am Ende Vierter. Crailsheim belegt Platz sechs.

2010/11 Diesmal macht DeMichael den Unterschied: Der Amerikaner liefert beim 89:74-Heimsieg der Knights 29 Punkte und zwölf Rebounds. Doch die Merlins schlagen zurück. In einem hart umkämpften Spiel Ende Februar gehen die Gastgeber mit 82:79 als Sieger vom Feld – trotz 25 Punkten und 16 Rebounds von Kirchheims Marcus Smallwood. Kirchheim beendet die Saison erneut als Vierter. Der Rivale landet knapp dahinter auf Platz fünf.

2011/12 Knappe Niederlagen in Crailsheim, deutlichere Heimsiege unter der Teck – die Regel gilt auch im Jahr des größten Erfolgs in der Kirchheimer Vereinsgeschichte. Beim 77:83 lassen die Knights auswärts in der Schlussphase Cleverness vermissen. Radi Tomasevic, Cedric Brooks und Ahmad Smith geben im Kirchheimer Team den Ton an. Im Rückspiel führt ein überragender Sebastian Adeberg die Ritter zum Sieg. Die Fans erleben beim 91:66 einen Gala-Abend und feiern mit ihrer Mannschaft am Ende die Vizemeisterschaft. Crailsheim beendet die Hauptrunde auf Platz vier.

2012/13 Diesmal gibt es gleich zwei Begegnungen, die an Spannung kaum zu überbieten sind – und zweimal heißt der Sieger Kirchheim. Chris Alexander liefert im November nicht nur sein bestes Spiel für die Knights ab, der neue Spielmacher verwandelt auch den entscheidenden Korbleger zum 83:82 – der erste Kirchheimer Pro-A-Erfolg in der Hakro Arena. Im März ist das Kirchheimer Glück perfekt: Kirchheim entscheidet mit 86:80 auch das Rückspiel für sich, nicht zuletzt dank Nachwuchsmann Jonathan Maier, der mit 16 Punkten und neun Rebounds seine Saisonbestmarke auflegt. Der Kater lässt nicht lange auf sich warten: Kirchheim wird am Ende Vorletzter und entgeht nur mit viel Glück dem Abstieg. Die Crailsheimer verzeichnen mit Platz elf ebenfalls ihre bisher schwächste Saison.

2013/14 Die Verhältnisse sind auf den Kopf gestellt: Göttingen und Crailsheim dominieren die Liga. Für die Knights gibt es weder auswärts im Weihnachtsspiel noch im Rückspiel etwas zu holen. Beim 76:88 im Dezember setzen Björn Schoo und Bryan Smithson bei den Knights die Akzente, Crailsheims Topscorer heißt Carlos Medlock. Drei Wochen später endet die Partie in Kirchheim vor 1 200 Fans mit einem ernüchternden 57:86. Die Merlins verabschieden sich danach für zwei Jahre in Richtung BBL. Die Knights belegen in der Abschiedssaison von Trainer Frenkie Ignjatovic Platz zehn.bk

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