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Ritter angeln sich einen Prinz

Aufbauspieler Prince Obasi verstärkt Kirchheims Zweitligabasketballer

Der Kader der Kirchheimer Zweitligabasketballer nimmt weiter Formen an. Mit dem US-Amerikaner Prince Obasi kommt ein klassischer Aufbauspieler.

Ritter angeln sich einen Prinz
Ritter angeln sich einen Prinz

Kirchheim. Am College von Seattle ausgebildet, spielte der 25-Jährige in den vergangenen beiden Spielzeiten in Südamerika. Nun also der Wechsel nach Europa. „Ich kenne seinen Trainer aus Seattle. Wir haben uns lange über ihn unterhalten. Ich habe auch mit ihm persönlich oft gesprochen und hatte einen durchweg positiven Eindruck von ihm“, sagt Knights-Coach Michael Mai. „Seine Variabilität macht ihn zu einer wichtigen Allzweckwaffe für unser Team. Seine charakterlichen Stärken und sein Siegeswille werden uns sicher weiterbringen. Er macht wenig Fehler und hat kaum Ballverluste. Wir sind sehr froh, dass wir ihn verpflichten konnten.“

Die Stärken des 193 Zentimeter großen Guards liegen im Aufbauspiel sowie in der Defensive. „Prince spielt mit jeder Menge Übersicht. Er findet immer den richtigen Pass. In der Verteidigung gibt er immer alles. Sein Wille und sein Einsatzwillen sind beeindruckend“, so Mai. In der vergangenen Saison erzielte Obasi in der kolumbianischen Liga 9,3 Punkte, 3,7 Assists und 3,5 Rebounds pro Spiel und trug damit einen wichtigen Teil zum Einzug in die Finalspiele seiner Mannschaft bei. Zum Trainingsauftakt am 15. August wird Obasi in Kirchheim erwartet.

Diesen wird Tim Koch vermutlich verpassen. Nach einer Fersenoperation befindet sich der Guard noch im Rehaprogramm. „Die Operation verlief gut, der Heilungsprozess läuft wie geplant. Wir werden Tim aber vorsichtig heranführen und nichts überstürzen. Im Moment denken wir, dass er die ersten Tage ein individuelles Programm absolvieren wird, aber die letztliche Entscheidung liegt beim Arzt und bei Tim selbst“, so Mai.

Mit Koch, Preston Medlin, Andreas Kronhardt, Brian Wenzel, Jonathan Maier sowie Prince Obasi umfasst der Kirchheimer Kader bislang sechs Spieler. „Wir sind in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit zwei potenziellen Doppellizenzspielern, die sowohl in der Pro A, aber auch in der Regionalliga auf Punktejagd gehen werden. Diese werden unseren Pro A-Kader auf den deutschen Positionen auffüllen“, sagt Mai. „Bei den Importspielern suchen wir noch zwei weitere Spieler. Dabei besteht im Moment noch kein Handlungsdruck. Selbst wenn wir zum Trainingsauftakt noch nicht alle Spieler hier haben, ist das kein Beinbruch. Wir suchen die bestmögliche und nicht die schnellste Option. Keith Rendleman wurde von uns im vergangenen Jahr erst kurz vor dem ersten Spieltag verpflichtet und er hatte trotzdem einen enormen Einfluss auf die Saison.“

Nicht mehr unter die Teck zurückkehren wird Jordan Wild. Der US-Forward entschied sich gegen eine Rückkehr unter die Teck. „Wir haben mit Jordan viele Gespräche geführt. Er hat sich letztlich aber für das Angebot eines anderen Pro A-Ligisten entschieden“, so Mai – welcher, ist noch nicht verkündet worden.cs

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