Lokalsport

Ritter haben ein Hühnchen zu rupfen

Basketball Auch wenn die Ritter vorzeitig als Play-off-Starter feststehen: In der Pro-A-Restrunde ist jeder Sieg wichtig. Mit Hanau wartet ein Gegner, der das Hinspiel gewann.

Auf ihn werden die Kirchheimer Zuschauer verzichten müssen: Ex-Publikumsliebling Jordan Wild hat seinen Vertrag mit den White Wi
Auf ihn werden die Kirchheimer Zuschauer verzichten müssen: Ex-Publikumsliebling Jordan Wild hat seinen Vertrag mit den White Wings Hanau aufgelöst und ist in die USA zurückgekehrt.Archiv-Foto: Jörg Bächle

Die heiße Phase der Saison hat für Kirchheims Korbjäger begonnen. Mit der Qualifikation für die Play-offs wurde ein wichtiges Ziel frühzeitig erreicht. Nun geht es um die bestmögliche Ausgangsposition für die Meisterschaftsendrunde. Fünf Spiele vor Schluss sind noch viele Konstellationen möglich. Am Samstagabend zu ungewohnt früher Stunde (Spielbeginn um 19 Uhr) ist mit den White Wings Hanau eine Mannschaft in der Sporthalle Stadtmitte zu Gast, die noch um die Play-off-Teilnahme kämpfen muss.

So hatte man sich die Qualifikation zu den Play-offs unter der Teck wohl nicht vorgestellt: Drei Niederlagen in Serie gab es zuletzt. Doch aufgrund von Niederlagen der Verfolger steht bereits jetzt fest, dass die Ritter zu den acht Mannschaften gehören, die im April um die Meisterschaft der Pro A kämpfen werden - was allerdings ein großer Erfolg für die Teckstädter ist. Doch es bleibt kaum Zeit, um den Etappenerfolg zu feiern.

Viele Krankheiten und Verletzungen der Spieler trübten die vergangene Trainingswoche. Bis auf Preston Medlin, für den ein Einsatz morgen wohl zu früh kommt, stehen inzwischen jedoch alle Ritter wieder im Kader für das Duell gegen Hanau. Die Hessen können indes auch ein Lied über großes Verletzungspech in dieser Saison anstimmen.

Selten stand Trainer Simon Cote der komplette Kader zur Verfügung. Daher mussten im Dezember und Januar einige Veränderungen her. Jordan Wild kehrte aufgrund von Familienangelegenheiten frühzeitig in die USA zurück und entschied gemeinsam mit den White Wings, dass eine Vertragsauflösung die wohl beste Lösung für beide Parteien sei. Auf ihn hatten sich die Knights-Fans ganz besonders gefreut, prägte Wild mit seiner athletischen Spielweise doch über zwei Jahre das Spiel der Kirchheimer und avancierte zum Publikumsliebling. Dennoch dürfen sich Zuschauer auf ganz besondere Duelle freuen.

Im Kader der Hanauer steht nämlich einer der dominantesten Center der 2. Basketball-Bundesliga: Kruize Pinkins erzielt im Schnitt 18 Zähler und 9,7 Rebounds und ist damit Topscorer im Team der White Wings. Ihm zur Seite stehen mit Till Jönke, Ruben Spoden und Julian Albus drei deutsche Spieler, die bereits einige Jahre BBL-Luft geschnuppert haben. Komplettiert wird der inzwischen breite Kader mit den US-Amerikanern Eugene Harris, Isaiah ­Sykes, Brian Sullivan und Sherwood Brown. Besonders Guard Harris bereitet den gegnerischen Verteidigungsreihen dabei häufig Probleme. Mit 14,9 Punkten pro Partie sorgt der 30-jährige Amerikaner für die nötige Balance zwischen körperbetontem Spiel unter dem Korb und gefährlichen Distanzschützen. Den vielen Veränderungen und Verletzungen ist es wohl auch geschuldet, dass die Hanauer im Moment nur den achten Tabellenplatz besetzen und noch mitten im Kampf um die Qualifikation für die Play-offs stecken. Im Hinspiel deuteten die Hessen mit viel Kampfeslust ihre Stärke bereits an. Mit 68:63 setzten sie sich letztlich durch.

Nun sinnen die Kirchheimer auf Revanche. Ein Erfolg dürfte nötig sein, möchte man in der ersten Play-off-Runde Heimrecht genießen. Die Verfolger aus Heidelberg und Trier warten in den kommenden Wochen auch noch auf die Kirchheimer Korbjäger. Daher sind besonders die Heimspiele von großer Bedeutung.cs

Der Knights-Kader

Kronhardt, Maier, Williams, Hinrichs, Sperber, Hedley, Love, Koch, Wenzel

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