Lokalsport

Ritter vermelden ersten Neuzugang

Basketball Die Bozic Knights haben mit Lucas Mayer die fünfte Position im Kader besetzt. Mit dem 24-Jährigen verstärken sich die Kirchheimer auf den Guard Positionen. Jonas Niedermanner verlässt die Teckstädter.

Lucas Mayer soll frischen Wind ins Spiel der Knights bringen. Foto: Nina Sander

Mit Lucas Mayer hat sich das Ritterteam einen variablen und jungen Akteur gesichert, der in der vergangenen Spielzeit in seiner ersten ProA-Saison auf sich aufmerksam machen konnte. Damit nehmen die Kaderplanungen im Schwabenland weiter Fahrt auf. Hauptaugenmerk genießen dabei die Positionen der deutschen Spieler. Sechs Rotationsplätze sind zu vergeben, und mit Aitor Pickett, Toni Dorn, Dimi Ward und Nil Failenschmid steht bereits ein Teil davon fest. Eine weitere Hauptrolle soll in der kommenden Spielzeit Lucas Mayer übernehmen. 11,1 Punkte, 3,8 Assists und 3,3 Rebounds in 25 Minuten Spielzeit in der vergangenen Saison für Paderborn stehen auf seiner Visitenkarte. Während der Saison wurde Mayer zudem von Headcoach Steven Esterkamp zum Kapitän berufen. „Wir haben einen Spieler gesucht, der uns im Ballhandling weiterhilft, aber auch Konstanz und Wurfgefahr aus der Distanz mitbringt. Jemanden, der Energie und Aggressivität verkörpert. Lucas war sehr schnell unser Wunschkandidat, und wir freuen uns total, dass es geklappt hat“, berichtet Sportchef Chris Schmidt.

Der Werdegang des 24-jährigen Mayer begann in Mittelhessen. Der in Gießen geborene Guard sammelte seine ersten Profierfahrungen 2019 in der ProB. Seinen ersten richtigen Fußabdruck hinterließ Mayer in der Saison 2022/2023 für die BG Leitershofen/Stadtbergen, für die er 15,5 Punkte, 4,5 Assists und 4,5 Rebounds in Deutschlands dritthöchster Spielklasse erzielen konnte. Von dort folgte der logische Schritt in die 2. Basketball-Bundesliga ProA zu Paderborn. In einer ersten schwierigen Spielzeit, die für die Paderborner mit dem Abstieg endete, etablierte sich Mayer zur Konstante auf den deutschen Positionen und zahlte den Vertrauensvorschuss eindrucksvoll zurück. Nun der Wechsel ins Schwabenland. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung bei den Knights. Ich hatte gute Gespräche mit Coach Igor Perovic und bin insgesamt sehr überzeugt vom Konzept und dem Standort. Ich bin mir sicher, ich kann hier den nächsten Schritt machen und dem Team helfen, an der erfolgreichen letzten Saison anzuknüpfen“, so Mayer. Knights Headcoach Perovic freut sich über das frühe Commitment des aufstrebenden Spielers. „Lucas hat viel Potenzial. Er ist offensiv sehr aggressiv. Er bringt enorm viel Energie aufs Parkett und wir werden mit ihm daran arbeiten, diese Energie noch besser einzusetzen“, so Perovic. Mayer startet Anfang August mit seinen neuen Teamkameraden in die Vorbereitung.

Abschied von Niedermanner

Mit der Verpflichtung von Lucas Mayer steht auch der Abschied von Jonas Niedermanner fest. Der großgewachsene Forward aus Halle an der Saale spielte die vergangenen beiden Jahre in der Teckstadt und entwickelte sich dort zum Publikumsliebling. Noch sehr frisch in den Erinnerungen ist die herausragende Performance beim zweiten Playoff-Auswärtsspiel in Hagen, das Niedermanner mit 27 Punkten maßgeblich mitentscheiden konnte. Aber auch viele weitere emotionale Momente, sowohl in der Sporthalle Stadtmitte wie auch in der EWS-Arena in Göppingen, werden – direkt mit ihm verknüpft – den Ritter-Fans in Erinnerung bleiben. „Jonas ist ein herausragender Spieler und Typ. Er hat sich in seiner Zeit in Kirchheim gut entwickelt und wir wünschen ihm nur das Allerbeste für seine Zukunft. Wir hatten den Eindruck, dass er sich verändern möchte, und da es für uns aus wirtschaftlichen Gründen nicht klug ist auf dem Spielermarkt zu warten, mussten wir uns früh festlegen. Ihn gehen zu lassen, war eine sehr schwierige Entscheidung. Wir haben ganz bewusst mit Lucas einen anderen Spielertypen verpflichtet, um einerseits andere Positionen zu stärken, und um Nil mehr Möglichkeiten zu geben auf seiner Position eingesetzt zu werden“, so Schmidt.

Noch ein Platz frei

Wohin der 27-jährige Niedermanner wechselt, steht noch nicht fest. „Ich wollte mich für die zwei Jahre bei allen bedanken. Ihr habt mich toll aufgenommen, sodass ich mich direkt wohlfühlen konnte. Dank dieses Umfeldes, der Coaches und des Teams, konnte ich mich menschlich und sportlich weiterentwickeln, wofür ich sehr dankbar bin und bleiben werde. Ich hätte es mir so sehr gewünscht, dass die vergangene Saison noch ein paar Spiele länger gegangen wäre und wir zusammen noch mehr Playoff-Basketball in Kirchheim erlebt hätten, aber auch nach Spiel fünf waren wir alle füreinander da und das werde ich mir immer behalten“, sagte Niedermanner nach seiner Verabschiedung. Im Kader der Knights ist damit auf den deutschen Rotationspositionen noch ein freier Kaderplatz frei, bevor die Suche nach Importspielern intensiviert wird. cs