Lokalsport

Rote Trikots sind für die VfL-Zweite ein rotes Tuch

Schön gedrittelt erscheint die Tabelle nach dem zweiten Spieltag in der Kreisliga A2. Je fünf Mannschaften blieben bis dato verlustpunktfrei, erspielten sich einen Dreier oder stehen noch ohne einen Punkt da. Unentschieden bisher Fehlanzeige. Aus Kirchheimer Sicht gehören die Bezirksliga-Absteiger AC Catania (0:3 bei Weilheim II) und VfL II bereits wieder zum letzten Drittel.

Kirchheim. Besonders schlimm erwischt hat es die U23 des VfL Kirchheim bei der Saison-Heimpremiere gegen den Meisterschafts-Mitfavorit und neuen Spitzenreiter TSV Raidwangen. Sage und schreibe zwölf Mal klingelte es im Kasten der „kleinen Blauen“ – rekordverdächtig für ein Pflichtspiel einer VfL-Herrenmannschaft.

Für die böse Klatsche fand auch Teammanager Sven Flegel kaum Worte. „Wir alle im Verein müssen uns schnell auf den Fußball konzentrieren. Bei uns kommen zum Glück nächste Woche wieder fünf Urlauber und Verletzte zurück in den Kader“, so Flegel. Auch der etatmäßige Torwart Onur Cekic wird dann wieder mit an Bord sein. Er wurde gegen Raidwangen von Feldspieler Hüseyin Erkus vertreten, da Manuel Doll aus der „Ersten“ nicht spielberechtigt für die U23 und dessen Vertretung Marco Joos noch nicht wieder fit ist.

Ein Unglück kommt selten allein. Mittelfeldspieler Alen Babametovic musste kurz vor Spielende auch noch mit Verdacht auf Mittelfußbruch ins Kirchheimer Krankenhaus gebracht werden.

Vielleicht brachte dem VfL auch das erstmalige Auftreten in roten Trikots Pech. Die bestellten weißen Ausweich-Jerseys waren noch nicht da. Nachdem klar war, dass Raidwangen ebenfalls in Blau antreten wird, besorgte Flegel in einer Nacht- und Nebelaktion flugs noch einen günstigen Trikotsatz. Das wohl erstmalige Auftreten in Rot endete jedoch in einem Debakel und mit der „Roten Laterne“ in der Kreisliga A.

Bessere Kunde gibt es von Nachbar TG Kirchheim, der nach der Auftaktpleite in Holzmaden mit dem 6:2-Erfolg gegen Altdorf in die selbst auferlegte Erfolgsschiene gefunden zu haben scheint. „Der erste Dreier war wichtig. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber nicht wie wir gespielt haben“, sagte TG-Spielertrainer Gaetano Caruana. Dass Wolfgang Kretschmar von seinem Abteilungsleiteramt zurücktreten wird, verwies Caruana ins Reich der Fabeln. „Nach den Ereignissen der vergangenen Wochen und den anstrengenden letzten Jahren braucht Wolfgang eine kleine Auszeit, die es zu akzeptieren gilt. Wenn er sich in den nächsten Wochen erholt hat, wird er uns wieder zur Verfügung stehen“, so Caruana.

Den ersten Punkt in der Bezirksliga konnte Aufsteiger SGEH gegen Göppingen II (1:1) feiern. Doch so ganz nach feiern war Coach Pedro Pereira nicht zumute. „Das war eine gute Leistung, wir hatten mehr Torchancen. So ein blödes Gegentor kurz vor Schluss hatten meine Jungs aber nicht verdient“, sagte Pereira, der gegen seinen Ex-Klub, er schnürte zwei Jahre die Kickstiefel für die Göppinger, liebend gerne gewonnen hätte.

Kurzfristig das Heimrecht getauscht haben die Bezirksliga-Vereine RSK Esslingen und TSV Deizisau. Der Rasenmäher in Esslingen gab nach einer Platzhälfte den Geist auf. Die RSK-Kicker störte dies wenig, sie entführten beim 1:1 gegen den Landesligaabsteiger einen Punkt aus der Hinteren Halde.

Die Regel, dass an den ersten beiden Spieltagen keine Partien verlegt werden dürfen, wurde dem TSV Holzmaden II dagegen zum Verhängnis. Aufgrund Personalnot musste die Partie in der Kreisliga B6 bei der Jesinger Reserve abgesagt werden. Die Jesinger kamen so kampflos zum zweiten Saisondreier.

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