Lokalsport

Rumpfteam schlägt sich wacker

Turnen VfL verliert Oberligaduell bei Topteam Vorarlberg 25:45.

Machte bei seinem ersten Sechskampf nicht nur an den Ringen eine gute Figur: Henning Weise. Foto: Heiko Paul
Machte bei seinem ersten Sechskampf nicht nur an den Ringen eine gute Figur: Henning Weise. Foto: Heiko Paul

Hohenems. In der Turn-Oberliga hat der VfL Kirchheim II mit 25:45 die erwartete Auswärtsniederlage in Vorarlberg kassiert. Gegen die Turner aus dem österreichischen Leistungszentrum für den Jugendnationalkader in Hohenems (Vorarlberg) schlugen sich die VfL-Turner dennoch beachtlich.

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Einmal mehr fehlten den Kirchheimern vier Stammturner, doch das Rumpfteam mit Manuel Hal­bisch, Manuel Hofmann, Henning Weise, Waldemar Guilliard und Eric Bay war beim letzten Wettkampf der Vorrunde in guter Form und trotzte dem starken Gastgeber sogar eine Punkteteilung (6:6) bei der Gerätewertung ab.

Zum Auftakt am Bodenturnen legte der Gastgeber furios los und ging mit 12:2 in Führung. Für den VfL punktete lediglich Manuel Hofmann, dessen Salto rückwärts mit dreifacher Schraube selbst vom fairen Gegner beklatscht wurde.

Henning Weise, wie gewohnt als sicherer Startturner am Pauschenpferd, gelang seine Übung optimal. Dank nur geringer Abzüge holte er vier Punkte für sein Team. Manuel Halbisch gewann einen weiteren Zähler hinzu, die zur überraschenden Punkteteilung (5:5) am zweiten Gerät führte.

An den Ringen gab es nochmals je vier Punkte für Weise und Hal­bisch gegen zwei Nachwuchsathleten der Vorarlberger. Zwei Ringe-Asse des Zentrums waren Waldemar Guilliard und Eric Bay überlegen, dennoch wurden nur drei Punkte abgegeben. Der VfL gewann die Gerätewertung mit 8:6.

Eric Bay springt gern und immer gut am Sprungtisch. Lohn war ein Unentschieden im ersten Duell. Danach Gleichstand auch für Manuel Halbisch beim Tsukahara-Sprung mit Schraube, den auch sein Gegner im Programm hatte. Henning Weise, zum ersten Mal ersatzweise eingesetzt beim Sprung, zog sich gut aus der Affäre, verlor lediglich zwei Punkte, die Manuel Hofmann postwendend zurückgewann. Es kam am Sprung zur erneuten Punkteteilung (2:2).

Weise (fünf Zähler) und Hal­bisch (drei) punkteten noch einmal am Barren. Sehr gute Übungen von Hofmann und Guilliard mit nur geringen Abzügen sicherten den Vorsprung ab. Die VTS-Turner aus dem Nationalkader turnten schwieriger, ihr bester Mann Lorenz Rüf jedoch nicht fehlerlos. So reichte es den Vorarlbergern nur zu je drei Punkten, und es gab mit 8:6 einen weiteren Gerätesieg für den VfL.

Am Reck gelang lediglich Hofmann ein Unentschieden. Die Leistungen der Spitzenturner der Vorarlberger waren beeindruckend. Sie schlossen den Wettkampf mit einem verdienten 14:0-Geräteergebnis ab.

Das VfL-Team und sein Anhang waren sehr zufrieden mit Leistung und Wettkampfergebnis. Henning Weise turnte erstmalig einen Sechskampf und war mit 13 Punkten zusammen mit Max Tamegger Topscorer des Tages. In der Tabelle bleibt die Mannschaft auf Platz sechs und hat überraschend hinter Vorarlberg (50) die meisten Gerätepunkte (48) in der Liga auf seinem Konto.

Am nächsten Wochenende findet das Finale, bei dem alle Mannschaften noch einmal gleichzeitig aufeinandertreffen, in Kirchheim in der Walter-Jacob-Sporthalle statt. Das verspricht nicht nur in der Oberliga nochmals einen spannenden Wettkampf - die VfL-Turnabteilung erwartet zum STB-Liga-Fianle über 300 Teilnehmermp