Lokalsport

Rumpftruppe verkauft sich teuer

Basketball Der VfL verliert sein Heimspiel gegen Böblingen 80:95 und steckt damit in der Landesliga weiter in Abstiegsgefahr.

Kirchheim. Mit nur sieben Spielern war die erste Mannschaft der VfL-Basketballer zum Landesligaspiel gegen den Tabellenzweiten SV Böblingen II angetreten. Das 80:95 kann man unter der Rubrik „ehrenvolle Niederlage“ abhaken.

Mit Mirsad Haziri, der sich beim Abschlusstraining die Bänder im Sprunggelenk gerissen hatte, und Cveti Bozic (Schulterbeschwerden) fehlten zwei der drei Topscorer vom Auswärtssieg in Konstanz, dazu waren die Center Hector Alanis Sanchez und Max Mauch beruflich verhindert. Dafür kam Punktemaschine Marko Gligoric zurück. Seine 38 Punkte hielten den VfL dann auch relativ lange einigermaßen im Spiel. Nach einem guten Start des VfL (3:0) fanden die mit vier Amerikanern antretenden Böblinger um den Ex-Bundesligaspieler Al Elliott ihre Linie (7:17, 7.) - und diesen zehn Punkten rannte das Team von Spielertrainer Marco Wanzke den Rest des Spiels hinterher.

Schlechte Freiwurfquote

Wenn man allerdings die größte Schwäche, die Unsicherheit an der Freiwurflinie, nicht gehabt hätte, wäre mehr möglich gewesen. Als es nach 16 Minuten 21:34 stand, hatten Gligoric und Kollegen bereits 15 Versuche (von 23) an der Linie vergeben - am Ende lautete die Freiwurf-Bilanz 22:45.

Dennoch blieb eine, zumindest theoretische Chance. Durch die relativ kleinliche, aber immer konsequente Regelauslegung der beiden Schiedsrichter gerieten die mit ebenfalls nur acht Spielern angetretenen Gäste immer mehr in Foulprobleme. Als sich in der Schlussminute der ersten Hälfte Aufbauspieler Kevin Morgan nicht beherrschen konnte und nach seinem dritten persönlichen Foul zwei technische kassierte, hatte Böblingen nur noch sieben Akteure. Der Landesligameister der vergangenen beiden Jahre, der jeweils nicht aufsteigen konnte, weil die Erste bereits in der Oberliga spielt, rettete sich aber über die Zeit. Am Ende war auch Isiah Alston (38. Minute) mit fünf Fouls auf der Bank, drei weitere Spieler hatten vier auf dem Konto. In den letzten 70 Sekunden streute Elliott noch zwei spektakuläre Dreier ein, sodass das etwas zu deutliche 80:95 zustande kam.

Fazit: Mit voller Besetzung hätte der VfL seine Siegesserie auf drei ausbauen können, mit besseren Freiwürfen oder stärkerer Abwehr ebenfalls. Der Abstiegskampf wird das Team wohl noch weiter beschäftigen. Mit zwei Siegen aus sechs Spielen rutschen die Kirchheimer auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Übernächsten Samstag geht‘s zum TSV Rottweil.ut

So spielten sie

VfL Kirchheim: Eder (4), Engonidis (11), Gligoric (38/1), L. Haziri, Palmieri (17/1), Schmidt (3/1), M. Wanzke (7/1)

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