Lokalsport

Rund um die Platten wird es voller

Tischtennis Die Ligeneinteilung für die neue Saison führt wegen der geänderten Aufstiegsregelung zu mehr Mannschaften in den Spielklassen. Von Max Blon

Mehr Mannschaften, mehr Spiele: In der kommenden Saison werden viele Tischtennisligen über der Sollzahl liegen, was Teams angeht
Mehr Mannschaften, mehr Spiele: In der kommenden Saison werden viele Tischtennisligen über der Sollzahl liegen, was Teams angeht. Symbolbild: Jörg Bächle

Nach dem corona-bedingten Abbruch der Tischtennis-Saison 2019/20 steht die Klasseneinteilung für die kommende Runde fest - mit teils gravierenden Änderungen. Durch die geänderte Aufstiegsregelung, nach der alle Relegationsteilnehmer in der jeweils höheren Klasse starten dürfen, hat sich die Verteilung der Teams entsprechend verschoben.

Vor allem in den Verbandsspielklassen wird die Sollstärke von zehn Mannschaften oftmals überschritten. So muss sich der VfL Kirchheim als höchstklassigster Verein der Teckregion in der Oberliga gegen zehn Konkurrenten durchsetzen, was den Klassenerhalt nicht einfacher machen dürfte. Noch krasser trifft es die zweite Mannschaft des VfL: In der neuen Württembergliga, die aus der bisherigen Verbandsliga hervorgegangen ist, wollen im Herbst gleich zwölf Vereine an den Start gehen. Das bedeutet nicht nur mehr Fahrten zu Auswärtsspielen, sondern auch eine deutliche Verschärfung des Abstiegskampfes. Um wieder auf die Sollstärke von zehn Mannschaften zu kommen, müssen nämlich vier direkt absteigen.

Verschärfter Abstieg

Auch in der Landesliga starten neben dem VfL Kirchheim III, dem TV Hochdorf und dem SV Nabern neun weitere Teams. Dementsprechend wird es auch hier vier direkte Absteiger plus einen Relegationsteilnehmer geben. Für Aufsteiger Hochdorf wird das keine leichte Aufgabe, es verspricht auf der anderen Seite aber auch eine interessante Saison zu werden.

Keine Besonderheit gibt es dagegen in der Landesklasse, in der wie sonst auch zehn Mannschaften spielen werden. Gleiches gilt für die Landesliga der Damen, bei denen die Sollstärke bei acht liegt.

In der Landesklasse wird diese sogar unterschritten, da aus der Bezirksliga Esslingen kein Verein aufsteigen wollte. Dadurch gehen in der höchsten Bezirksspielklasse mit Absteiger Reudern nun neun Damenmannschaften an den Start, sodass drei absteigen werden.

Von den Bezirksspielklassen der Herren ist nur die Bezirksliga mit elf Startern übervoll. Bereits in den Bezirksklassen sind es durch einige Rückzüge wieder zehn. Thomas Jäger, im Bezirk Esslingen-Teck als Ressortleiter für den Mannschaftssport verantwortlich, zeigt sich trotz vier Unwägbarkeiten zufrieden: „Wir konnten fast alle Wünsche der Vereine berücksichtigen und die Zahl der durch den Saisonabbruch benachteiligten Klubs auf ein Minimum reduzieren.“

Meldungen sinken auf einen neuen Tiefstand

Ein Wermutstropfen bleibt, dass die Gesamtzahl der Meldungen im Tischtennisbezirk Esslingen weiter zurückgegangen ist und einen neuen Tiefststand erreicht hat. Für die nächste Saison haben insgesamt 299 Erwachsenen- und Jugendmannschaften gemeldet, was einen Rückgang von 25 im Vergleich zur Vorsaison bedeutet. Vor zehn Jahren hatten noch über 400 Mannschaften gemeldet.

Ob die Saison wie geplant pünktlich im September beginnen kann, hängt genauso wie das Spielsystem vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab. Unabhängig davon werden als nächstes die Klassenleiter die eingegangenen Mannschaftsmeldungen prüfen und die jeweiligen Spielpläne erstellen. mb

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