Lokalsport

Schneemangel bremst Ski-Asse aus

Ski Das erste Rennwochenende der Leki Race Challenge am Hochlitten fällt dem Wetter zum Opfer.

Das Bild täuscht: Eine schneereiche Piste gibt‘s aktuell am Hochlitten nicht, im Gegenteil. Foto: Uli Weißinger
Das Bild täuscht: Eine schneereiche Piste gibt‘s aktuell am Hochlitten nicht, im Gegenteil. Foto: Uli Weißinger

Kirchheim. Wenig Schnee auf der Alb - das hat es in den vergangenen Jahren schon öfter gegeben. Dass aber auch im Allgäu und den angrenzenden Skigebieten wie zum Beispiel im Bregenzer Wald viele Skihänge grün sind, das haben die Rennläufer aus der Teckregion bislang selten erlebt. Fürs Wochenende war das erste Rennwochenende der Leki Race Challenge am Hochlitten in Riefensberg gleich hinter der deutsch-österreichischen Grenze angesetzt. In den bis jetzt sieben Auflagen der Rennserie war auf den FIS-Hang in Sachen Schneesicherheit immer Verlass. Vergangenes Jahr musste ein Renntag sogar abgesagt werden, weil es zu viel Schnee hatte. Nun der umgekehrte Fall: Mangels weißer Pracht ist das auf Samstag und Sonntag terminierte Event abgesagt, ein Ersatztermin steht noch nicht fest.

Dabei hatten mehrere hundert kleine und große Ski-Asse aus der Region bereits in den Startlöchern gestanden. Sie hatten mit den beiden ausrichtenden Vereinen SVL und VfL Kirchheim bis zuletzt gehofft, dass der Schnee reicht. Am gestrigen Mittwochnachmittag kam allerdings der entscheidende Anruf von Liftbetreiber Rober Fink, der in Ski-Kreisen dafür bekannt ist, das fast Unmögliche möglich zu machen: „Wenn selbst er sagt, es geht nicht, dann wissen wir, dass es keinen Sinn hat. Es fehlt einfach die Unterlage“, sagt Bruno Panni vom SVL. „Das Risiko ist zu groß, dass alle Helfer rein fahren, am Wochenende auch die Rennläufer und es dann doch abgesagt werden muss. So was ist nicht mehr zeitgemäß.“

Zu wenig Halt für die Stangen

Der obere steile Teil des Rennhanges, an dem die Jugendlichen und Erwachsenden starten, war Anfang der Woche grasgrün. Zwar hatte es seitdem zwischenzeitlich geschneit, aber weniger als zehn Zentimeter, sodass dieser Teil auf keinen Fall zur Verfügung gestanden hätte. Zumal für das Wochenende Temperaturen bis 15 Grad angesagt sind - auch in Riefensberg. „Der Hang hat im unteren Teil höchstens eine Schneeauflage von 30 Zentimetern und ist nicht durchgefroren. Unsere Stangen brauchen aber mindestens 40 Zentimeter Halt“, klagt Wolfgang Butz vom VfL Kirchheim. „Es bringt auch nichts, wenn schon der zehnte Läufer auf der Grasnarbe fährt und wir den ganzen Hang kaputt machen oder nach 30 Läufern abgebrochen werden muss.“

„Schade“, so empfinden es sowohl die Vereine, als auch Leki und die Teilnehmer. „Alle sind heiß, aber das nutzt ja nix“, sagt Bruno Panni. Insgesamt waren im Vorfeld vier Personen mit den Vorbereitungen beschäftigt. Rund 30 weitere Helfer standen in den Startlöchern und wollten am morgigen Freitag Richtung Bregenzer Wald aufbrechen. Sie alle haben nun ein freies Wochenende.

Ob und wann die Veranstaltung nachgeholt werden kann, steht aktuell noch in den Sternen, „Auf Grund des bescheidenen Winters und der Wettervorhersage der kommenden Wochen können wir gespannt sein, ob wir einen alternativen Termin finden“, unkt Anna-Lena Unger vom Hauptsponsor Leki.

Unabhängig davon: Das zweite Rennwochenende ist für den 21. und 22. März am Hochhäderich geplant. „Bis dahin hoffen wir auf guten Schneefall und ein paar kalte Tage in Folge mit Minusgraden“, sagt Unger. Uli Weißinger

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