Lokalsport

Schnell unterwegs

Hahnweide-Piloten knacken allesamt die magische Marke von 100 Stundenkilometern

Zur Halbzeit des Hahnweide-Jubiläumswettbewerbs ermöglichte die Wetterlage schnelle und weite Streckenflüge. Am Ende des Tages standen Durchschnittsgeschwindigkeiten über 130 km/h in der Wertungsliste, und alle gestarteten Piloten blieben über der magischen 100 km/h-Marke.

Kirchheim. Die Zwischenklassements der fünf Wettbewerbsklassen zeigen eine Mischung aus Jungpiloten und alten Fliegerhasen. In der 18-Meter-Klasse führt der Junior Simon Schröder (LSV Bad Wörishofen) vor dem Franzosen Christophe Abadie, während in der offenen Klasse mit Holger Karow (FG Wolf Hirth) und Stefan Beck (LSV Rinteln) zwei bestens bekannte Flugsportler vorne liegen. In der Standardklasse führt Ex-Weltmeister Michael Buchthal (FLG Freudenstadt), in der Rennklasse hat Junior Freddy Hein (Hannover) die Nase vorn.

Als echter Hammertag wird den Teilnehmern der Flugtag vom Mittwoch in Erinnerung bleiben: Nachdem das Regenband vom Dienstag abgezogen war, boten sich den Teilnehmern hervorragende Thermikbedingungen. Die bis zu 545 Kilometer langen Tagesaufgaben führten die Piloten der offenen Klasse vom bayrischen Donauwörth über Sinsheim, Winzeln (Schwarzwald) und Gerstetten wieder zurück zur Hahnweide. Tagessieger Conrad Hartter (Tübingen) konnte dabei gleich mehrere Nationalmannschaftsmitglieder aus Deutschland, Schweden und der Schweiz hinter sich lassen. Während in der Endabrechnung in der offenen Klasse die Piloten nur minimale Zeitabstände trennten, konnte Matthias Sturm in der 18-Meter-Klasse das Feld deutlich auf Abstand halten. Mit 6,30 Sekunden hatte er beim Zielüberflug einen mehr als komfortablen Vorsprung. Ex-Weltmeister Michael Buchthal hielt in der Standardklasse die Zweitplatzierte Conny Schaich (FSV Nürtingen) mit 4 Minuten und 10 Sekunden klar hinter sich. Insgesamt legten die Hahnweide-Piloten an diesem Tag 51 737 Kilometer im Gleitflug über Süddeutschland zurück.

Während die Piloten am gemeinsamen Grillabend unter sich waren, strömten am Himmelfahrtstag bei hervorragendem Wetter wieder Hunderte Besucher auf die Hahnweide. Pünktlich zur Mittagszeit starteten die Thermikjäger zu neuen Rennen über der Alb – im Gegensatz zum Vortag aber mit weniger ambitionierten Wertungsstrecken (um die 300 Kilometer). Dennoch gingen bei der Wettbewerbsleitung bereits zwei Stunden nach dem Abflug die ersten Außenlandemeldungen ein. Die Tageswertung vom Donnerstag lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

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