Lokalsport

Schützen vor dem Showdown

Sportschießen Dem TSV Ötlingen reicht am letzten Wettkampftag ein Sieg aus zwei Duellen, um das Ticket für die Aufstiegswettkämpfe zur 1. Bundesliga zu sichern.

Gut gezielt ist halb getroffen - Stefan Scharpf und dem TSVÖ winkt der Zweitligatitel. Foto: Markus Brändli
Gut gezielt ist halb getroffen - Stefan Scharpf und dem TSVÖ winkt der Zweitligatitel. Foto: Markus Brändli

Die 2. Bundesliga der Luftpistolenschützen fiebert dem Saisonfinale entgegen. Am morgigen Sonntag fallen im letzten Wettkampf an zwei Orten die Entscheidungen über Meisterschaft, Relegationsteilnahme und Abstieg. Der TSV Ötlingen hat als Tabellenführer der Süd-Staffel beste Chancen, einen der beiden Plätze für den Aufstiegswettkampf zur 1. Liga am 26. Januar in Regensburg zu ergattern. Dort treffen die beiden Erstplatzierten auf die Vertreter der 2. Liga Nord.

Der ungeschlagene Primus aus dem Rübholz (10:0 Punkte) trifft in Laubach auf den SV Eckartshausen (6:4) und den SV Oberkirch. Die Schützen aus Eckartshausen, als Tabellenvierter gemeinsam mit dem SV Willmandingen und dem SV Walldorf ein direkter Verfolger der Ötlinger, machen sich noch leise Hoffnungen auf die Aufstiegsrelegation, müssen dafür aber ihre beiden letzten Duelle gewinnen. Gleiches gilt für den SV Oberkirch, der als punktloses Ligaschlusslicht um den Klassenerhalt bangt.

Die Ausgangslage für den TSVÖ ist klar: Ein Sieg aus beiden Begegnungen reicht, um das Ticket nach Regensburg zu buchen. Auch wenn rein tabellarisch alles für einen erfolgreichen Saisonabschluss des TSV Ötlingen spricht: Der notwendige Sieg muss erst einmal errungen werden. Im Rübholz tut man also wohl daran, sich auf die letzten Begegnungen gut vorzubereiten und den Erfolg nicht als selbstverständlich anzusehen.

Aus Termingründen stehen dem TSVÖ weder der Türke Yusuf Dikec noch der Serbe Zoran Vujic und Fabian Dröge zur Verfügung. Die entscheidenden Wettkämpfe bestreiten André Böhm, Torben Engel, Jörg Kobarg, Achim Rieger und Stefan Scharpf. Als Ersatz wird Nicola Gach aus der zweiten Ötlinger Mannschaft mit nach Laubach fahren.

Spannung auch in Ludwigsburg

Am zweiten Austragungsort des letzten Saisonwettkampfs in Ludwigsburg wird es ebenfalls spannend. Zunächst trifft die zweite Mannschaft der gastgebenden Schützengilde Ludwigsburg (7. Platz/4:6 Punkten) auf den SSV Sandhausen (6./4:6) - ein Duell um den Klassenerhalt, den der sechste Platz verspricht. Im zweiten Wettkampf des Vormittags zwischen dem Tabellenzweiten SV Walldorf und dem punktgleichen drittplatzierten SV Willmandingen fällt wahrscheinlich die Entscheidung, wer aus dem Rennen um den zweiten Aufstiegs-Relegationsplatz ausscheiden wird.

Die beiden letzten Begegnungen in Ludwigsburg am Nachmittag zwischen dem SV Walldorf und dem SSV Sandhausen und der SGi Ludwigsburg II und dem SV Willmandingen werden die endgültigen Entscheidungen in Sachen Relegationsteilnahme und Abstieg bringen - Spannung ist sowohl in Laubach als auch in Ludwigsburg garantiert. Können doch theoretisch noch fünf Mannschaften Meister und sechs Teams Zweiter werden - eine in der Geschichte der 2. Liga sicherlich einmalige Situation. jp

Wer steigt auf, wer ab?

Der Erste und Zweite der 2. Bundesliga Süd und Südwest ermitteln in zwei Relegationsschießen á 40 Schuss, deren Ergebnisse addiert werden, die beiden Aufsteiger in die 1. Bundesliga Süd. Sollte auf den infrage kommenden Plätzen eine Mannschaft sein, deren Verein bereits in der 1. Liga vertreten ist, ist die zweite Mannschaft nicht aufstiegsberechtigt und der Nächstplazierte rückt nach.

Der Achtplatzierte der 2. Liga steigt direkt ab. Der Siebtplatzierte und die beiden ersten Mannschaften der Landesverbandsligen aus Baden, Pfalz, Saar, Südbaden und Württemberg ermitteln die Aufsteiger. jp

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