Lokalsport

Schumacher mit Gegenwind

Kona. Sportlich kann Stefan Schumacher seine Ironman-Premiere auf Hawaii als Erfolg verbuchen. Der ehemalige Radprofi aus Nürtingen kam nach respektablen 9.08,54 Stunden beim härtesten Triathlon der Welt am Wochenende als 93. ins Ziel. Bei der Langdis­tanz-Weltmeisterschaft, die in der Nacht auf Sonntag mit Jan Frodeno und Anne Haug einen historischen deutschen Doppelerfolg erlebte, blies Schumacher allerdings nicht nur auf der Radstrecke ein rauer Wind entgegen.

Deutsche Top-Triathleten, darunter auch das Siegerpaar vom Wochenende, haben in einer gemeinsamen Video-Botschaft unter dem Titel „Alles geben, nichts nehmen“ Doping in jeder Form scharf verurteilt und sich gegen eine Amnestie für ehemalige Sünder ausgesprochen. Ohne, dass Namen genannt wurden, war klar, wer gemeint war: Stefan Schumacher, dessen Hawaii-Start nach seiner Doping-Affäre vor elf Jahren viel Aufmerksamkeit fand, hat sich in der Triathlon-Szene wenig Freunde gemacht. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass hier Leute am Start stehen, die dem Sport derart geschadet haben“, meinte etwa Sebastian Kienle, der Hawaii-Sieger von 2014.bk


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