Lokalsport

Schwarzbauer erreicht persönliches Ziel

Mountainbike Bei der EM in tschechischen Brünn ist der Reuderner vom MTB Teck mit Platz 23 zufrieden. Nicht so gut gelaufen ist es hingegen für Altstar Manuel Fumic und Nachwuchstalent Kira Böhm. Von Erhard Goller

Luca Schwarzbauer landete bei der Mountainbike-EM auf Platz 23. Foto: Armin Küstenbrück
Luca Schwarzbauer landete bei der Mountainbike-EM auf Platz 23. Foto: Armin Küstenbrück

Bei den Mountainbike-Europameisterschaften im tschechischen Brünn hat Luca Schwarzbauer vom MTB Teck Rang 23 belegt. Für Manuel Fumic endete das Rennen auf einem enttäuschenden 37. Platz. Auch Juniorin Kira Böhm gelang es mit Rang 22 nicht, ihr Optimum auszuschöpfen.

Rad an Rad duellierten sich in der ersten Runde des Herren-Rennens die beiden Fahrer aus der Region durch das staubige Gelände in der zweitgrößten Stadt Tschechiens. Da lag der Reuderner Schwarzbauer an Position 19, der Kirchheimer Fumic an 20.

Doch dann trennten sich erst mal die Wege: Fumic folgte seinem Plan und fuhr sich Position um Position nach vorne. Als die zweite von acht Runden beendet war, lag er in der Gruppe bis Rang zehn, die eine halbe Minute hinter der Spitze um Mathieu van der Poel (Niederlande) zurücklag.

Im ersten Anstieg der dritten Runde folgte in seiner Gruppe eine Attacke. „Die bin ich mitgegangen und auf einmal hat es ‚puff‘ gemacht“, berichtet Fumic nach dem Rennen. Von diesem Moment an schaltete der 37-Jährige einen Gang runter und fuhr um eine Minute langsamere Rundenzeiten. „Davon habe ich mich nicht mehr erholt“, bekannte Fumic. Er fuhr das Rennen somit „nur zum Training“ zu Ende und landete auf einem enttäuschenden 37. Rang, 7:46 Minuten hinter Sieger Mathieu van der Poel (1:28:34).

„Ich habe für die Weltcups intensiv trainiert und mich davon offenbar nicht so gut erholt, wie ich dachte. Ich wäre gerne weiter vorne gelandet, aber das Rennen hat mir trotzdem geholfen - wenn auch nicht im Sinne des Resultats“, meinte er. Schwarzbauer, der bei schwüler Hitze seine Kräfte inzwischen dosiert hatte und an 21. Stelle fuhr, ging an seinem schwäbischen Landsmann vorbei. Er hatte dann jedoch das Pech, dass er drei Runden lange alleine unterwegs war und vor allem in der Flachpassage keinen Windschatten in Anspruch nehmen konnte.

„Als dann die beiden Spanier von hinten auf mich aufliefen, habe ich gleich gemerkt, dass ich eigentlich sogar ein bisschen schneller könnte“, so Schwarzbauer. Am Ende wurde es Rang 23 (+3:44) und damit ein Ergebnis, das in seinem Zielbereich lag. Ganz so viel wert wie sein 25. Rang im Weltcup in Frankreich war es für den 22-Jährigen allerdings nicht, denn in Brünn fehlten einige Weltklasse-Fahrer. Dennoch zeigte er sich zufrieden: „Vor zwei Wochen wäre ich aber noch sehr glücklich gewesen über einen 23. Platz hier, warum sollte ich es jetzt nicht auch sein.“

Silber und Bronze gingen an den Schweizer Florian Vogel (+0:43) und den zweiten Niederländer Milan Vader (+1:02).

Böhm erwischt „müden Tag“

Am Samstag hatte Kira Böhm ihre EM-Premiere gegeben. Die Juniorin aus Weilheim verfehlte dabei ihr selbst gestecktes Ziel unter die Top 15 zu kommen um fast zwei Minuten und belegte schließlich Rang 22, 7:38 Minuten hinter Siegerin Jacqueline Schneebeli (1:02:57) aus der Schweiz.

Die 16-Jährige wollte das Rennen zurückhaltend eröffnen und sich dann langsam nach vorne arbeiten. Dieses Vorhaben klappte zwischenzeitlich auch ganz gut. Von Platz 27 arbeitete sie sich fleißig auf Rang 21 nach vorne, doch dann wurde ihr Vorwärtsdrang gebremst. Nachwuchs-Bundestrainer Marc Schäfer hatte bei Kira Böhm „eine gewisse Müdigkeit“ beobachtet. Sie sei nicht so frisch und kraftvoll, wie man sie sonst kennt. Kira Böhm nickte. Den allerbesten Tag hatte sie bei den schwül-heißen Temperaturen wahrlich nicht erwischt. Auch in der Schlussrunde konnte das junge Nachwuchstalent nicht mehr zulegen, im Gegenteil.

„In der letzten Runde sind die Beine richtig zugegangen, ich konnte dann einfach nicht mehr schneller fahren“, erklärte die Weilheimerin. „Die Anstiege waren für mich ein bisschen zu flach, da konnte ich meine Stärke dann nicht so ausspielen.“

Das wiederum war mehr was für Emma Eydt, die als Sechste beste Deutsche im Feld war (+3:38).

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