Lokalsport

Schwarzbauer schielt auf einen Top-15-Platz

Bei Mountainbike-EM in Schweden Außenseiter

Am Sonntag bestreitet Luca Schwarzbauer bei den Europameisterschaften in Schweden das U 23-Rennen. Der Mountainbiker sieht sich gut vorbereitet.

Jönköping. Für den 19-jährigen Luca Schwarzbauer (MTB Teck) ist es erst mal ein Erfolg, dass er überhaupt bei einer Europameisterschaft dabei sein darf. Die ersten drei Rennen in diesem Jahr liefen gut bis sehr gut, und das nimmt er erleichtert zur Kenntnis. „Die drei Rennen habe ich sehr gut überstanden. Ich bin sehr froh über die Situation. Ich fühle mich sicherer“, sagt Schwarzbauer. Sein größter Fortschritt ist vielleicht nicht einmal der gelungene Formaufbau, sondern dass es ihm mehr und mehr gelingt, Ruhephasen einzuhalten. „Ich kann mich an Ruhetagen jetzt ganz gut entspannen“, sagt er.

Was der Junioren-Vize-Europameister von 2014 in Schweden im U 23-Rennen zu leisten vermag, ist offen. Selbst kann er es auch nicht einschätzen. Einen U 23-Weltcup oder eine EM, respektive WM ist der Reuderner 2015 in dieser Kategorie nicht gefahren. Die Rennen in Rivera oder in Bad Säckingen lassen sich kaum als Maßstab heranziehen. Seine Startposition wird auch nicht in den vordersten Reihen sein. „Ich werde schauen, dass ich so weit wie möglich nach vorne komme“, sagt Schwarzbauer.

Weil er nach der EM noch zwei mündliche Prüfungen zu absolvieren hat, werden ihn seine Bücher an den Vätternsee begleiten. Das sei für ihn aber kein Problem, so der 19-Jährige.

Die 4,1 Kilometer lange Strecke in Jönköpings Ortsteil Huskvarna hat einen kürzeren und zwei längere, knackige Anstiege, die teilweise sehr steil sind. Die Abfahrten sind vom technischen Anspruch her moderat, können aber teilweise in hoher Geschwindigkeit gefahren werden. „Dann werden sie schwierig; man muss trotzdem eine saubere Linie fahren können“, erklärt René Schmidt, der Technik-Coach des Bund Deutscher Radfahrer (BDR).

Dennoch sieht auch Schmidt den Knackpunkt in den Anstiegen, die es ganz humorlos direkt aus den Abfahrten heraus zu bewältigen gibt. „Da werden die Unterschiede gemacht“, meint Schmidt. Ein Terrain, das für Schwarzbauer zumindest kein Nachteil sein muss – meint Schmidt. „Wenn er gut drauf ist, kann er das“, so der Lörracher.

Insgesamt haben die Mountainbiker in Schweden traumhafte Verhältnisse angetroffen. Der Kurs wird allseits in den höchsten Tönen gelobt, die Landschaft bietet märchenhafte Waldpassagen und traumhafte Ausblicke über den Vätternsee, die Organisation scheint sehr gut aufgestellt. Schwarzbauer kam am Donnerstag um die Mittagszeit in Jönköping an und nahm die Strecke gleich unter die Räder. „Macht Spaß“, meinte er hinterher. Ein Top-15-Ergebnis wäre ein Erfolg für ihn.

Mit ihm sind noch sein Lexware-Teamkollege Georg Egger, der Essener Ben Zwiehoff und der Bad Uracher Martin Frey im U 23-Aufgebot. Manuel Fumic hat auf einen EM-Start verzichtet, um sich besser auf die bevorstehenden Weltcup-Rennen in Albstadt und in La Bresse vorbereiten zu können.

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