Lokalsport

Schwarzer Tag für Schwarzbauer

Mountainbike Der Reuderner vom MTB Teck landet beim Rennen im österreichischen Haiming nur auf dem 27. Platz.

Haiming. Nach einem Kettenriss ist Nachwuchs-Mountainbiker Luca Schwarzbauer vom MTB Teck beim HC-dotierten Rennen im österreichischen Haiming nicht über Platz 27 hinausgekommen, während Vereinskollege Christian Pfäffle aus Neuffen nur 33. wurde. Einzig Pirmin Sigel aus Weilheim konnte im U23-Rennen als 16. überzeugen.

Luca Schwarzbauer war das Glück an diesem Sonntag im Ötztal nicht hold. Nach einem verheißungsvollen Start hatte er im hochklassig besetzten Elite-Feld etwa an 20. Stelle gelegen. Doch dann geschah etwas, das ihm „schon Jahre nicht mehr passiert“ ist, wie er zu Protokoll gab: Die Kette riss, und das ausgerechnet an einer Stelle des 4,3 Kilometer langen Kurses, die ihm eine längeren Fußmarsch abverlangte. Damit war jegliche Hoffnung auf ein gutes Resultat dahin. Der Reuderner fiel bis auf Position 40 zurück, wollte das Rennen aber beenden. „Ich habe mich gut gefühlt und es ging nach dem Kettenriss auch wieder gut“, so Schwarzbauer, der am Ende als 27. notiert wurde. „Das Ergebnis ist natürlich schlecht, aber es ist nun mal passiert“, sagt er, nachdem er auf Sieger Stephane Tempier aus Frankreich 9,45 Minuten verloren hatte.

Sein Vereinskollege Christian Pfäffle kam in der Startphase noch ganz gut mit. „Aber nach zwei Runden hat sich herauskristallisiert, dass ich mit der Gruppe vor mir nicht mitfahren kann und hinter mir auch niemand kommt“, erklärte Pfäffle. „Ich weiß, dass ich noch nicht so fit bin und bin deshalb auch nicht überrascht.“ Der Neuffener wurde wegen drohender Überrundung aus dem Rennen genommen und als 33. klassiert.

U23: Sigel drittbester Deutscher

Ein positives Ergebnis verbuchte Pirmin Sigel in der U23. Der Weilheimer hatte ein konstantes Tempo angeschlagen und konnte in der zweiten Runde in die Top 20 vorfahren. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs mit vielen Wurzelpassagen spürte Sigel allerdings, dass ihm „die Fahrpraxis auf dem Mountainbike“ noch fehlt. Nach einer Operation im Herbst, als ihm Metall aus seinem Körper entfernt wurde, durfte er drei Monate nicht ins Gelände. „Es ist schon ein Nachteil, wenn man nicht zu hundert Prozent eine Einheit mit dem Bike ist. Deshalb habe ich auch oft Gruppen verloren. Aber am Berg habe ich mich super gefühlt, die Form sollte also echt top sein“, erklärte Sigel. Ein Fingerzeig war das Rennen allemal: Als 16. war er mit 6,36 Minuten Rückstand auf Sieger Jofre Cullell aus Spanien (1.19,2 Stunden) drittbester Deutscher hinter Luca Schwarzbauers Lexware-Teamkollegen Max Brandl und David List, die mit jeweils neun Sekunden Rückstand auf den Plätzen zwei und drei landeten.

Der Weilheimer Nicolas Kautter wurde mit drei Runden Rückstand 34.Erhard Goller

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