Lokalsport

Sektlaune in Nabern und Jesingen

Tischtennis Beide Frauenteams feiern am letzten Spieltag den Titel.

Kirchheim. In der Tischtennis-Bezirksliga der Frauen ist dem SV Nabern im letzten Saisonspiel eine Punktlandung gelungen. Kein Spiel mehr hätte der SV gegen die TG Donzdorf beim 8:2-Auswärtserfolg abgeben dürfen. In der Kreisliga bezwang der TSV Jesingen im Entscheidungsspiel völlig überraschend den großen Favoriten TSV Lichtenwald II. An beiden Orten knallten bei den Meisterfeiern danach die Sektkorken.

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Vor der Partie beim Tabellendritten TG Donzdorf war die Ausgangslage für den SV Nabern in der Bezirksliga klar: Mit mindestens 8:2 musste der SVN auswärts gewinnen, um am punkt- und spielverhältnisgleichen TTC Frickenhausen III dank des direkten Vergleichs noch vorbeizuziehen und den Titel zu holen. „So richtig dran geglaubt haben wir nicht mehr“, beschrieb Naberns Mannschaftsführerin Svenja Maurer ihre Gefühlslage vor der Partie.

Zu Recht, wie es schien: Das Match begann alles andere als erfreulich aus Naberner Sicht: Maurer und Ana Ladan verloren ausgerechnet im wichtigsten Spiel ihr erstes Doppel der Saison glatt in drei Sätzen. „Da hat uns die Nervosität einen Strich durch die Rechnung gemacht“, ärgerte sich Maurer. In der Folge dann steigerte sich die junge Naberner Truppe - unterstützt von zahlreichen mitgereisten Fans - jedoch Spiel für Spiel, bis Lisa Eckhardt am Ende mit 17:15 die Nerven behielt und den Sieg eintütete. „Endlich wieder Landesliga“, freute sich die sichtlich erleichterte Mannschaftsführerin über den nicht mehr für möglich gehaltenen Coup.

Mit einem Kraftakt hat der TV Bissingen in der Bezirksklasse doch noch den Klassenerhalt geschafft. Das 8:5 in Neckartenzlingen war der fünfte Erfolg im achten Spiel der Rückrunde. Nach der Vorrunde war der TVB noch abgeschlagen Letzter mit nur einem Punkt auf der Habenseite. Eine bemerkenswerte Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft in der Rückrunde hatte den Erfolg dann doch noch möglich gemacht.

Auch der TSV Jesingen kann den Titel feiern: In der Kreisliga schlug der TSV im letzten Spiel den großen Favoriten TSV Lichtenwald II mit 8:5 und fing damit den Tabellenführer auf der Zielgeraden noch ab. „Damit hat keiner gerechnet“, war Mannschaftsführerin Kathrin Russegger von der Leistung ihrer Mannschaft völlig überrascht. „Wir sind ganz locker ins Spiel gegangen und wollten eigentlich nur Spaß haben.“ Dank dieser Lockerheit legte der TSV einen regelrechten Blitzstart hin. Zwei deutliche und Doppelsiege brachten die schnelle 2:0-Führung. „Da haben wir gemerkt: Da geht heute was“, sagt Russegger. Die Mannschaft kämpfte energisch, jede Akteurin steuerte noch mindestens einen Einzelsieg bei und der TSV darf nun auch im nächsten Jahr in der Bezirksklasse aufschlagen.Michael Oehler