Lokalsport

SG ergattert das letzte Oberligaticket

Volleyball Spielgemeinschaft Dettingen/Unterboihingen gewinnt Relegationsturnier in eigener Halle und steigt damit in die höchste württembergische Klasse auf.

Mit Schmackes: Michael Melzer und die SG-Volleyballer haben Waldenburg (Spielszene) und Ellwangen im Relegationsturnier keine Ch
Mit Schmackes: Michael Melzer und die SG-Volleyballer haben Waldenburg (Spielszene) und Ellwangen im Relegationsturnier keine Chance gelassen. Foto: Genio Silviani

Der Jubel in der Dettinger Sporthalle kannte auf Seiten der Gastgeber keine Grenzen. Als Ausrichter durfte die SG Dettingen/Unterboihingen nach den Siegen gegen den bisherigen Oberligisten SG Sportschule Waldenburg (3:1) und den Vertreter der Landesliga Nord, den TSV Ellwangen (3:0), den Aufstieg in der Oberliga feiern.

Das Dreier-Relegationsturnier begann mit dem Duell zwischen Waldenburg und Ellwangen. In einer spannenden Partie setzte sich der Zweitplatzierte der Landesliga Nord aus Ellwangen nach vier Sätzen gegen die Sportschüler mit 3:1 durch und setzte den Oberligisten damit gleich unter Druck - zunächst ohne negative Auswirkungen, gelang den Hohenlohern in der zweiten Partie gegen Gastgeber SG Dettingen/Unterboihingen doch gleich der erste Satzgewinn. Auf Seiten der Hausherren lief da noch nicht viel zusammen.

Bedingt durch eine geänderte Startaufstellung schlichen sich zu viele Eigenfehler ein. Waldenburg konnte nahezu ungestört die eigenen Angriffe spielen. Nach der Niederlage in Satz eins begann auch der zweite Durchgang alles andere als gut für die Dettinger und Unterboihinger. Die drohende Niederlage (18:23) konnte gerade noch abgewendet werden, als SG-Angreifer Timo Metzenthin zu einer Aufschlagserie ansetzte, die es den Waldenburgern unmöglich machte, zu punkten. In dieser Phase kristallisierte sich auch SG-Außenspieler Manuel Babinger als wichtige Säule im SG-Spiel heraus. Der Youngster konnte einen Matchball der Waldenburger gerade noch vor dem Aufschlag auf dem Boden retten und machte daraufhin sogar selbst den entscheidenden Punkt. Letztlich konnte der Satz knapp mit 29:27 gewonnen werden. Motiviert durch die Energieleistung sicherten sich die Männer um SG-Trainer Christoph Sick auch den dritten Satz (25:17) sowie nach einer Traumkombination zwischen dem kurz zuvor für SG-Zuspieler Jan Benz eingewechselten Stephan Lehmann und Diagonalangreifer Michael Keck auch Satz vier mit 25:13 - diese Niederlage besiegelte gleichzeitig den Waldenburger Abstieg.

Zwischen dem TSV Ellwangen und der SGDU kam es somit zum Endspiel um das letzte Oberligaticket. Vor über 200 heimischen und gegnerischen Fans lieferten sich die Teams einen spannenden ersten Satz. Bis zur Mitte des Durchgangs konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erst als sich der SG-Block stabilisierte und Libero Kilian Kiedaisch fast 100 Prozent der Annahmen zum Zuspieler brachte, gelang es den Gastgebern, die Kontrolle zu übernehmen und mit 25:17 zu gewinnen. Kurz nach Anpfiff zu Satz zwei dann ein kurzer Schock für Sicks Team. Außenangreifer Timo Metzenthin verletzte sich am Knie und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam erneut Manuel Babinger, der neben Damian Dokla auf der Angriffsposition eine überragende Leistung zeigte. Eine Diagnose der Verletzung Metzenthins steht bislang aus. Allerdings wird er in den nächsten Wochen nicht trainieren können.

Immerhin brach der solide Spielaufbau durch den Wechsel nicht ab. Die Mannschaft war weiterhin konzentriert. Im Gegensatz zu den Ellwangern, die zunehmend nervöser wurden. Auch ein Zuspielerwechsel auf Seiten der Gäste sorgte nicht für die nötige Sicherheit. Ellwangen schlug mehr und mehr Bälle ins Netz und konnte den SG-Sieg im zweiten Satz nicht verhindern. Dieses Bild zeigte sich auch im schließlich letzten Durchgang des Tages. Beim Stand von 24:16 wechselte TSV-Trainer Schwenk seinen besten Aufschlagspieler ein. Es sollte das letzte Aufbäumen der jungen Truppe sein, ehe der Ball vom TSV-Aufschläger beim Stand von 24:20 knapp hinter dem Feld aufschlug.

Tänzchen auf dem Spielfeld

Als der Pfiff des Schiedsrichters ertönte, rannten die Ersatzspieler der SGDU aufs Feld und feierten ausgelassen. Die TSV-Spieler mussten hingegen ihren Traum vom Oberligaaufstieg begraben, durften von ihren mitgereisten Fans dennoch stehenden Beifall empfangen.

Die Spieler der SGDU ließen ihren Emotionen freien Lauf, tanzten noch Minuten nach dem Abpfiff auf dem Feld. Bevor sich das Team nun in die Sommerpause verabschiedet, stehen noch wichtige Entscheidungen an. Das Team wird sich auf einigen Positionen verändern. Welche personellen und formellen Veränderungen es geben wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen.leh

So spielten sie

SG Dettingen/Unterboihingen: Babinger, Benz, Dokla, Frank, Hommel, Hummel, Keck, Kiedaisch, Krenn, Lehmann, Melzer, Metzenthin, Scheibe

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