Lokalsport

SG fährt die volle Punkteernte ein

Volleyball Nach zwei Siegen klettert die Spielgemeinschaft Neckar-Teck auf Platz zwei.

Dettingen. Jubelnde Männer in der Kabine mit Siegerbier - bei einem Blick auf die Facebook-Seite der SG Volley Neckar-Teck wird schnell klar, wie der Doppelspieltag für die Oberliga-Spielgemeinschaft aus Dettingen, Unterboihingen und Nürtingen gelaufen sein muss. Einem 3:1-Sieg gegen das VLW-Stützpunkt-Team aus Friedrichshafen folgte ein 3:0-Erfolg beim TSV Georgi Allianz Stuttgart III. Damit klettert der Neuling auf den zweiten Tabellenplatz.

Mit nur sieben Spielern und ohne Libero musste die SG in der Dettinger Sporthalle gegen Friedrichshafen ran - Außenangreifer Michael Keck fehlte krankheitsbedingt. Thomas Frank, der direkt aus dem Urlaub aufs Spielfeld wollte, konnte wegen eines Staus auf der A 8 nicht rechtzeitig in der Halle sein und Zuspieler Stephan Lehmann hatte sich im Training die Bänder im Handgelenk verletzt. Immerhin konnte er sein Team von der Seitenlinie als Trainer unterstützen.

Personell besser aufgestellt waren die Nachwuchsvolleyballer des VLW-Stützpunkts, was sich im ersten Satz bemerkbar machte. Ein komplett verschlafener Satz der SG brachte die Gäste mit 1:0 (25:17) in Führung. Allerdings fanden die SG-Volleyballer in Durchgang zwei zum Rhythmus der vergangenen Wochen zurück und glichen die Partie aus (25:12). Die Sätze drei (25:13) und vier (25:19) waren am Ende Formsache.

Im Spiel gegen den TSV G. A. Stuttgart III entwickelte sich für die Zuschauer ein wahrer Krimi. Bereits im ersten Satz begegneten sich beide auf Augenhöhe und so endete der Durchgang erst beim verwandelten Satzball zum 32:30 zugunsten der Spielgemeinschaft. Den besseren Start in Satz zwei erwischten die Hausherren. Über weite Strecken konnten die Stuttgarter einen Vier-Punkte-Vorsprung halten. Doch wie bereits in den zurückliegenden Partien, schaffte es das Team Neckar-Teck, auch unter Druck den richtigen Weg zu finden. Punkt für Punkt kämpfte sich die Mannschaft heran und schaffte letztlich die 2:0- Führung (25:22).

Diskussionen mit Schiedsrichter

Für Aufregung im zweiten Satz sorgten mehrere Entscheidungen des Schiedsrichters, mit denen die Stuttgarter nicht einverstanden waren. Bereits im ersten Durchgang hatte es Diskussionen gegeben, die nun in der gelben Karte für den Spielführer des TSV gipfelten - eine Seltenheit im sonst eher gemäßigten Volleyball, die den Gastgebern aber einen extra Motivationsschub verpasste. Zwar ging die SG zunächst in Front, der TSV konnte den Fünf-Punkte-Rückstand aber wettmachen und in Führung gehen. Doch wieder gelang es der Mannschaft um SG-Spielführer Michael Melzer, die richtige Antwort zu finden. Beim Matchball schlug schließlich ein gegnerischer Angreifer den Ball ins Aus (25:23) - jubelnd rannten Ersatzspieler und Trainer aufs Feld: Die volle Ernete von sechs Punkten war eingefahren.leh

SG Volley Neckar-Teck: Babinger, Benz, Dokla, Frank, Hommel, Metzenthin, Melzer, Krenn, Scheibe

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