Lokalsport

Sieben wackere Weilheimer trotzen Inferno

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Mit Platzierungen unter den Top 100 bei Starterfeldern von über 500 Teilnehmern sind sieben wackere Weilheimer Skicracks von der 72. Auflage des Inferno-Rennens in der Schweiz heimgekehrt, das ­gemeinhin als härtestes ­Rennen der Welt gilt.

Bernd Holl in Aktion: Der Weilheimer beendete die Super-Kombi in Mürren als 95. Foto: Beatrice Gertsch
Bernd Holl in Aktion: Der Weilheimer beendete die Super-Kombi in Mürren als 95. Foto: Beatrice Gertsch

Mürren. Bittere Pille für Bernd Holl: Ihm gelang es nicht, an seinen sensationellen Vorjahreserfolg, als er im Gesamtklassement 25. geworden war, anzuknüpfen. Gestartet in der Seniorenklasse I der 36- bis 49- Jährigen belegte er in der Superkombination aus Abfahrt (7,6 Kilometer), Langlauf (4,2) und Riesenslalom Platz 34 unter 115 Läufern. Dies entsprach Platz 95 von 362 Läufern in der Gesamtwertung. In der Einzelwertung der Abfahrt erreichte er Platz 62 von 515 Läufern in einer Zeit von 8.20,63 Minuten – eigentlich Platzierungen, die einem lupenreinen Amateur schmeicheln müssten. „Mit meinem Vorjahresergebnis vor Augen, kann ich mit der aktuellen Leistung nicht zufrieden sein“, war der Limburgstädter dennoch enttäuscht.

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Gute Ergebnisse auch für Teamkollege Jürgen Taxis, der ebenfalls die Herausforderung Superkombi annahm und bei den Senioren II (50  bis 59 Jahre) auf den 15. Platz von 65 Läufern fuhr, was Platz 121 in der Gesamtwertung bedeutete. In der Abfahrt belegte er mit 8.37,57 Minuten den beachtlichen 25. Platz unter 347 Läufern. Der dritte Senior im Bunde, Thomas Nußbaumer, belegte bei den Senioren I den 146. Platz in 9.02,38 Minuten. Gesamtsieger in der Abfahrt wurde der Schweizer Felix Tschümperlin (7.25,78).

Als Neulinge bei diesem besonderen Rennereignis konzentrierten sich Rainer Heilemann, Sebastian Liebler, Simon Fischer und Tim Taxis auf die Abfahrtsstrecke. Alle gingen in der 503 Starter umfassenden Hauptklasse der 18- bis 30-Jährigen ins Rennen. Die Lauflänge der Abfahrtsstrecke wurde von ursprünglich 14,9 Kilometern um rund sieben Kilometer gekürzt, weil die magere Schneelage den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Trotzdem fanden die Rennläufer eine anspruchsvolle Strecke vor, die sich vor allem auch in der rund vier Mal längeren Laufzeit von üblichen Abfahrtsrennen unterschied. „Wenn du diese Strecke zum ersten Mal vor dir hast, geht dir schon ein bisschen die Muffe“, kommentierte Routinier Thomas Nußbaumer grinsend.

Für viele war darum „Ankommen“ die Devise, aber nicht so für das Weilheimer Team, das übrigens geschlossen für die SG Stern startete, mit der man eine Trainingsgemeinschaft unterhält. Jürgen Taxis, Sportwart der SG, zeigte sich mit der Teamleistung äußerst zufrieden und betonte, dass sich die vier Nachwuchsläufer achtbar geschlagen hätten: Den 211. Platz gab es für Sebastian Liebler (8.53,96 Minuten), 230. wurde Rainer Heilemann (9.00,93), als 274. kam Simon Fischer (9.21,08) ins Ziel und über den 386. Platz freute sich Tim Taxis (10.33,77).