Lokalsport

Sieg mit Gänsehaut

Knights feiern 68:61-Heimerfolg über Heidelberg

Basketballfest vor über 1 000 Zuschauern: Die Kirchheim Knights haben gegen die Heidelberg Academics einen 68:61-Sieg gefeiert. Mit nur sieben etatmäßigen Spielern hatten die Teckstädter die erste Halbzeit dominiert (43:23) und wurden mit Standing Ovations in die Kabine verabschiedet. Trotzdem musste gegen Ende nochmals kräftig um die beiden Punkte gezittert werden

Ein echter Hingucker: Keith Rendleman sorgte per Block und Dunking für etliche Highlights im Spiel der Knights. Foto: Markus Brä
Ein echter Hingucker: Keith Rendleman sorgte per Block und Dunking für etliche Highlights im Spiel der Knights. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Die Vorzeichen für einen Kirchheimer Sieg waren schlecht. Mit Andreas Kronhardt und Dennis Nawrocki fehlten zwei wichtige Spieler aufgrund von Verletzungen. Kurz vor der Partie gegen die von Ex-Knights-Coach Frenkie Ignjatovic betreuten Heidelberg entschied man sich dann, auch auf Tim Burnette zu verzichten. „Ein Einsatz wäre zu früh gekommen. Tim ist ein wichtiger Spieler. Wir wollten keine langwierige Verletzung riskieren und ihn langsam wieder heranführen. Die Saison ist lange“, erklärt Trainer Michael Mai.

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So traten sieben etatmäßige Spieler an. Unterstützt von Akant Sengül und Shkelzen Bekteshi aus der Oberligamannschaft des VfL, die an diesem Wochenende spielfrei war. Dennoch wollte man unbedingt den nächsten Saisonsieg einfahren. Und das war von Beginn an zu spüren. Hoch konzentriert gingen die Mannen um Kapitän Richie Williams zu Werke. Nach wenigen Minuten stand es bereits 8:2. Doch die Heidelberger konterten und glichen wenig später die Kirchheimer Führung wieder aus und gingen sogar selbst in Front – es sollte jedoch die letzte Führung der Gäste des gesamten Abends sein.

Kirchheim schaltete in den nächsten Gang und forcierte Fehler um Fehler. Mit starker Defensive zwangen sie den Gast mehrfach zu schweren Würfen mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr. Die Bretter wurden von Keith Rendleman, Johannes, Joos und Dennis Tinnon kontrolliert und so erarbeiteten sich die Ritter eine komfortable Führung.

Zum Ende des ersten Viertels mit 24:15 in Führung liegend, legten die Ritter nochmals in der Defensive zu und erhöhten Punkt für Punkt. Dabei gelang den aufopferungsvoll kämpfenden Teckstädtern auch das ein oder andere Highlight. Besonders Keith Rendleman konnte sich hier per Block und Dunking auszeichnen.

Frenkie Ignjatovic reagierte und stellte seine Taktik um, doch Kirchheim hatte nun einen nicht zu stoppenden Rhythmus gefunden. Mit 43:23 ging es in die Kabinen – begleitet von tosendem Applaus der begeisterten Zuschauer. „Das war ein tolles Gefühl, von dem die Spieler auch hinterher noch erzählt haben“, freute sich Schmidt.

Doch Ignjatovic reagierte und stellte seine Verteidigung um und überraschte mit einer Zonenverteidigung. Die Kirchheimer versuchten ihr Glück aus der Distanz, aber die erste Halbzeit hatte viel Kraft gekostet und so verfehlten viele offene Würfe ihr Ziel. Die Defensive jedoch hielt und so konnten die Gäste den Rückstand zum Ende des dritten Viertels nur um fünf Punkte reduzieren.

Noch immer lagen die Ritter mit komfortablen 15 Punkten in Front. doch Heidelberg kämpfte sich heran. Ins Kirchheimer Spiel schlichen sich nun kleine Fehler, die mit Schnellangriffen der Heidelberger in leichte Punkte umgewandelt wurden. Bis auf drei Zähler kamen die Academics nochmals heran. Doch die Ritter behielten die Nerven und verwandelten in Person von Besnik Bekteshi und Richie Williams sicher von der Freiwurflinie und brachten so den Sieg nach Hause. Mit 18 Punkten und sechs Assists wurde Point Guard Richie Williams Topscorer der Partie. Dicht gefolgt von Keith Rendleman mit 15 Zählern und sechs Rebounds.

Auf dem Programm der Kirchheimer Korbjäger steht nun ein schwerer Doppelspieltag. Am kommenden Freitag reisen die Knights zum Auswärtsspiel beim Tabellenvierzehnten nach Leverkusen. Bereits zwei Tage später geht es am Sonntag auf die andere Rheinseite nach Köln zum derzeitigen Tabellenvierten.cs