Lokalsport

Siege auf dem Wunschzettel

Fußball In der Bezirksliga sehen sich der VfL und die SGEH nach einem gelungenen Ausklang, während in Göppingen das Topspiel steigt.

Droht wegen einer Zerrung auszufallen: VfL-Kapitän Michael Schweizer (li.). Foto: Markus Brändli
Droht wegen einer Zerrung auszufallen: VfL-Kapitän Michael Schweizer (li.). Foto: Markus Brändli

Ob unter der Teck oder auf der Alb: Der Wunsch nach drei Punkten vor Weihnachten brennt auf der Seele. Beim Bezirksliga-Tabellenfünften VfL Kirchheim ist die Situation vor dem letzten Spiel im Jahr 2016 freilich etwas entspannter als bei der Sportgemeinschaft aus Erkenbrechtsweiler und Hochwang. Nichtsdestotrotz versteht VfL-Spielertrainer Markus Schweizer vor der Partie gegen den VfB Oberesslingen/Zell keinen Spaß. „Wir wollen und müssen diese Partie siegreich gestalten“, gibt er als Devise aus.

Die klare Forderung ist vor allen Dingen deshalb verständlich, weil die Kirchheimer in den vergangenen Wochen vom Erfolgspfad abgekommen sind. „Auffällig ist dabei, dass unsere Fehlpassquote in den vergangenen Partien gestiegen ist“, moniert Schweizer. Gerade beim jüngsten 2:3 in Neuhausen sei dies ein Hauptgrund für die Niederlage gewesen. „Mit einem Sieg über den VfB könnten wir das Halbjahr trotzdem noch sehr positiv abschließen“, erklärt er, schließlich können aus 27 Punkten satte 30 Punkte werden, der Abstand zur Abstiegsregion wäre noch beruhigender.

Verzichten müssen die Kirchheimer übermorgen wohl auf Philipp Haußer (Knieprobleme) und Michael Schweizer (Zerrung). „Wir haben in diesem ersten Halbjahr auf jeden Fall unsere Grenzen in dieser Liga kennengelernt“, sinniert Markus Schweizer, unabhängig vom Ergebnis gegen den einstigen VfL-Bezwinger in der Relegation 2014/15. Die Quittung der Kirchheimer erhielt der VfB bereits im Hinspiel per schier unfassbarem 9:0. Diesmal wäre Schweizer schon mit einem knappen Sieg glücklich. Vergangene Woche setzte es für den VfB Oberesslingen/Zell gegen die SGM T/T Göppingen mit dem 0:3 bereits die elfte Saisonniederlage. Die letzten fünf Partien hat das Team von Drazen Marinic allesamt verloren.

Noch viel schlimmer sieht allerdings die Negativserie der SGEH aus. Am dritten Spieltag mit neun Punkten noch Tabellenzweiter, holte die Sportgemeinschaft aus den nächsten 13 Begegnungen von 39 möglichen Zählern lediglich fünf. Die Zeichen stehen auf Sturm auf der Alb, vor allen Dingen, wenn am Sonntag gegen den TSV Denkendorf wieder nichts herausspringen sollte. Wie wichtig das Match für die SGEH ist, zeigt der Blick auf die Tabelle. Gegner Denkendorf ist punktgleich, steht im Gegensatz zur SGEH allerdings auf einem direkten Abstiegsplatz.

14 Punkte wie die gerade genannten Kontrahenten hat ebenso der TSV Obere Fils auf dem Konto. Doch beim Aufsteiger könnte die Stimmung kaum besser sein. Nach Anlaufschwierigkeiten, die auch die Entlassung von Trainer Stefan Haußmann zur Folge hatte, kommen die Kicker aus Wiesensteig immer besser zurecht. „Wir haben noch einen langen Weg bis zum Klassenerhalt vor uns, doch wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen können“, betont TSV-Sprecher Markus Eggstein. Die Hoffnungen ruhen dabei auf Neu-Trainer Klaus Fischer. Übermorgen gastieren Fischer und Co. beim TSV Neckartailfingen.

Die Toppartie des 17. Spieltags steigt freilich auf dem Kunstrasenplatz an der Göppinger Hohenstaufenstraße. Der Tabellenzweite SGM T/T trifft auf Spitzenreiter FC Frickenhausen. Letztgenannter könnte den Vorsprung vergrößern: Bei einem FC-Sieg wären es sieben Punkte.pm

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