Lokalsport

Silke Roßkopf trotzt der Hitze und dem Wind

Triathlon Die 44-jährige Kirchheimerin belegt beim Ironman Lanzarote den elften Platz ihrer Altersklasse.

Puerto del Carmen. VfL-Triathletin Silke Roßkopf hat beim Ironman Lanzarote als Elftplatzierte der Altersklasse 45 ein gelungenes Wettkampf-Comeback gefeiert.

Nachdem pandemiebedingt fast zwei Jahre lang kein Ironmanrennen auf europäischem Boden stattgefunden hatte, sollte der mehrfach verschobene Ironman Lanzarote über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen den Athleten die Möglichkeit bieten, sich für den Ironman Hawaii zu qualifizieren. Da lange nicht klar war, ob das Rennen überhaupt stattfindet, hatte sich die 44-jährige Kirchheimerin erst ganz kurzfristig für einen Start entscheiden.

Zusammen mit knapp 1 000 Athleten aus 34 Ländern stürzte sie sich zur Auftaktdisziplin in das äußerst unruhige Meer am Strand von Puerto del Carmen. Dort hatte sie mit hohem Wellengang, daraus resultierenden Orientierungsproblemen und schwierigen Strömungsverhältnissen zu kämpfen. Während hier schon zahlreiche Athleten aufgeben mussten, kam Roßkopf nach 1.45,11 Stunden sichtlich erleichtert in die Wechselzone.

Auf die Sportler wartete nun die 180 Kilometer lange Radstrecke, die mit ihren 2600 Höhenmetern als die schwierigste der weltweiten Ironmanserie gilt. Berüchtigt ist die Strecke auch wegen ihrer Windanfälligkeit, wobei in diesem Jahr der Nordostpassat mit Böen bis 65 Stundenkilometern besonders stark blies. Dies und die extreme Hitze sorgten dafür, dass über 300 Starter während des Rennens aufgeben mussten und somit für eine nie dagewesene Aussteiger-Quote sorgten.

Aufgeben wollte Silke Roßkopf aber auf keinen Fall, obwohl sie zeitweise größte Probleme hatte, ihr Rad auf der Strecke zu halten. Sie schaffte es aber, sturzfrei die zweite Wechselzone zur erreichen. Zu Beginn des abschließenden Marathons war sie jedoch deutlich gezeichnet von den Strapazen. Die Hitze und der immer noch anhaltende Wind sollte den Athleten auch hier alles abverlangen. Nach einigen Kilometern fand die Laufspezialistin jedoch ihren Rhythmus und schaffte mit 4.09,01 Stunden die sechstbeste Laufzeit in ihrer Altersklasse. Nach 14.22,09 Stunden überquerte sie als Elfte in der AK45 den Zielstrich. gs

Anzeige