Lokalsport

Spät, aber doch

Handball-Landesliga: SG gewinnt nach zuletzt zwei Niederlagen mit 30:28 bei der TSG Reutlingen

Glanzlos, aber wertvoll: Handballlandesligist SG Lenningen hat nach zuletzt zwei Niederlagen per 30:28 (12:14) bei der TSG Reutlingen wieder einen Sieg gelandet, durch den der Anschluss ans Tabellenmittelfeld gelang. Vorausgegangen war ein spät eingeläuteter Endspurt der Lenninger.

Nicht zu stoppen waren Robin Renz und die Lenninger im Gastspiel bei der TSG Reutlingen in den letzten zehn Minuten, als die Gäs
Nicht zu stoppen waren Robin Renz und die Lenninger im Gastspiel bei der TSG Reutlingen in den letzten zehn Minuten, als die Gäste einen 20:23-Rückstand noch in den 30:28-Sieg umbogen. Foto: Eibner

Reutlingen. Allerdings waren die Voraussetzungen für Trainer Markus Hornung, wie bereits in den vergangenen Wochen, alles andere als optimal. Neben den Langzeitverletzten Ricki Austen und Max Bächle, fielen unter der Woche gleich drei Spieler krankheitsbedingt aus. Kevin Ringelspacher musste sogar auf einen Einsatz verzichten. Dieterich und Oliver Ringelspacher wurden wieder rechtzeitig fit. Aufgrund einer Verletzung musste auch Youngster Tobias Baumann passen. Hinzu kam noch ein angeschlagener Timo Haid, der nur unter Schmerzen spielen konnte. Somit war jeder im ausgedünnten SG-Kader in der Pflicht, damit man den Gastgeber aus Reutlingen auf Abstand halten konnte und nach zwei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg einfahren konnte.

Anzeige

Das Spiel startete ausgeglichen. Es dauerte bis zum 6:8 nach rund zehn Minuten, ehe sich die TSG Reutlingen zum ersten Mal mit zwei Toren absetzen konnte. Die Lenninger hatten vor allem in der Abwehr große Probleme, die Häcker und Hejny immer wieder zu nutzen wussten. Es wirkte, als hätten die SG-Spieler um Kapitän Marc Bächle Blei an den Füßen. Lediglich Rieke, Bächle und Renz am Kreis ließen im Angriff ein paar Mal ihr Können aufblitzen. So drehte die SG den Spieß wieder zum zwischenzeitlichen 11:12 um. Doch eine Defensive mit großen Abstimmungsproblemen schaffte es nicht, einen größeren Vorsprung herauszuspielen. Stattdessen ging es nach drei Toren in Folge von Häcker mit einem 12:14-Rückstand in die Kabine.

Auch ein deutlicher Weckruf des Lenninger Trainerteams Hornung/Rieke zeigte nach der Pause erst mal keine Wirkung. Unzählige technische Fehler auf beiden Seiten hielten das Spielniveau für die Zuschauer ziemlich tief. Das lauffreudige Lenninger Angriffsspiel wirkte zu statisch und viele unnötige Einzelaktionen waren leichte Beute für die Reutlinger Defensive. Allerdings hatte der Gastgeber ähnliche Probleme und so blieb das Spiel offen. Wenn Bewegung im Spiel war, kamen die Lenninger zu Chancen, doch auf der Gegenseite brachte man sich wieder um den erkämpften Lohn.

Zehn Minuten vor Schluss (20:23) wuchs dann langsam der Druck. Eine Auszeit von Trainer Hornung sollte den nötigen Biss in die Partie bringen. Die Fehlerquote reduzierte sich danach auf ein Minimum. Dagegen schien den Gastgebern langsam die Luft auszugehen. So schaffte die SG nach einem Doppelschlag von Bächle sechs Minuten vor Schluss wieder den 26:26-Anschluss. Bis zum 28:28 eine Minute später hielt Reutlingen noch mit, doch dann zeigte sich der Lenninger Siegeswille. Nun war auch der bis dahin glücklose Carrle im Tor auf dem Posten. In den verbleibenden fünf Minuten verriegelten die Lenninger das Tor und Marc Bächle sorgte 30 Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter für die Entscheidung zum 30:28.

So fuhr die SG Lenningen einen glanzlosen, aber enorm wichtigen Auswärtssieg ein, wohl wissend, dass für das nächste Spiel zu Hause am kommenden Samstag gegen den TSV Dettingen/Erms eine Leistungssteigerung nötig sein wird, um erneut erfolgreich zu sein.as

TSG Reutlingen: Rinker, Fischer, Grünewald, Menghs, Hatic (1), Kann (1), Fischer (1), Hejny (6/1), Häcker (11/3), Götz (4), Kinzelmann (1), Groß, Schmutz (3)

SG Lenningen: Carrle, Reichle – Dieterich (1), Schweickert, Rieke (6), Renz (5), Schmid, Ringelspacher (2), Haid (3), L. Bächle (2), M. Bächle (9/5), Pisch (2)