Lokalsport

Spannend wie in der Bundesliga

In der Kreisliga A 2 müssen gleich acht Mannschaften noch um den Klassenerhalt bangen

180 Spielminuten stehen in der Kreisliga A, Staffel 2 noch aus. Während die Platzierungen an der Tabellenspitze so gut wie fixiert sind, geht es im Abstiegskampf für noch acht Mannschaften um den Klassenerhalt.

Das „wichtigste Spiel der Saison“: Daniele Attorre und die TG Kirchheim brauchen am Sonntag einen Heimsieg gegen Grafenberg.Foto
Das „wichtigste Spiel der Saison“: Daniele Attorre und die TG Kirchheim brauchen am Sonntag einen Heimsieg gegen Grafenberg.Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Parallelen zum beendeten Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga findet man aktuell in der Kreisliga A 2. Mit Unterlenningen (32 Punkte), Weilheim II (31), Holzmaden (30), Neckartenzlingen (30), Altdorf (30), der TG Kirchheim (30), Neuffen (27) und Bempflingen (26) sind gleich acht Teams in der unteren Tabellenhälfte akut gefährdet.

Schwer einzuschätzen ist dabei die Rolle der TG Kirchheim. Großartigen Leistungen wie beispielsweise die Siege gegen die SGEH oder Grötzingen folgten Niederlagen gegen direkte Abstiegskonkurrenten. Spielertrainer Saša Lukic kann sich dies nur so erklären: „Die vermeintlich schwächeren Gegner haben wir oft unterschätzt und prompt die gerechte Strafe dafür bekommen.“

Zu einem Sieg am Sonntag gegen den TSV Grafenberg gibt es für die TG jedenfalls keine Alternative, will man am letzten Spieltag nicht auf die Ergebnisse anderer Teams angewiesen sein. Lukic verspricht dafür vollen Einsatz: „Wir müssen unbedingt gewinnen, das ist das wichtigste Spiel der Saison. Der Verein hat es einfach verdient, in der Klasse zu bleiben, und dafür werden wir alles geben.“ Was den Kirchheimen die aktuelle Lage zusätzlich erschwert, ist das mangelnde Personal. Seit Wochen stehen Lukic lediglich zwölf Feldspieler zur Verfügung.

Der Kampf um die Meisterschaft ist dagegen wohl so gut wie entschieden. Nach dem 1:1-Unentschieden im direkten Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Jesingen und der SGEH vergangene Woche, haben die „Gerstenklopfer“ aus Jesingen mit vier Zählern Rückstand nur noch theoretische Chancen, die Spielgemeinschaft einzuholen. Sollte die SGEH am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV Holzmaden gewinnen, wäre die Elf von Georgios Karatailidis auch rechnerisch Meister.

Die vermeintlich schwerere Aufgabe im Vergleich zur SGEH steht an diesem vorletzten Spieltag dem TSV Jesingen bevor. Mindestens ein Punkt ist für die Blau-Weißen beim TV Unterlenningen Pflicht, wenn am letzten Spieltag ein Endspiel um den Relegationsplatz gegen den Tabellendritten Grötzingen vermieden werden soll. Dennoch scheint die Lage in den Lehenäckern trotz der erfolgreichen Saison angespannt. So gab es vergangene Woche eine teaminterne Krisensitzung, in der vor allem das angespannte Klima in der Mannschaft angesprochen wurde.

Für das Jesinger Urgestein Dirk Augustin in der momentanen Situation allerdings nur eine Randnotiz: „Wir müssen uns jetzt einzig und allein auf die Relegation konzentrieren, das hätte uns vor der Runde nämlich überhaupt niemand zugetraut.“ Die Relegationsspiele sieht der 31-Jährige als „Bonus für eine tolle Saison“. Dennoch ist die Zielsetzung klar. „Wenn man schon mal die Chance hat, aufzusteigen, will man das natürlich auch schaffen“, so Augustin. Verletzungsbedingt fehlen werden dem Team von Klaus Müller am Sonntag Kevin Goller und Steffen Olpp. In welcher Liga der TSV Jesingen nächste Saison spielen wird, ist auch für die Kaderplanung elementar. Als potenzielle Neuzugänge werden Felice Galeota, Davor Messerschmidt (beide TSV Weilheim II), Andreas Elsässer (SV Ebersbach) und Kai Huttenlocher (FV Neuhausen) gehandelt.

Im Topspiel trifft der TSV Grötzingen (Platz drei) auf die SF Dettingen (6.). Für beide Teams geht es in den letzten beiden Partien nur noch da­rum, die bestmögliche Platzierung herauszuholen. Die Dettinger können derweil ihren ersten Neuzugang für die kommende Saison vermelden. Vom Ligakonkurrenten SV Nabern kommt Stürmer Dennis Weigand.

Außerdem empfängt der TV Bempflingen den SV Nabern und der TSV Altdorf die zweite Mannschaft des FV 09 Nürtingen. Die Landesligareserve des TSV Weilheim ist beim VfB Neuffen zu Gast.

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