Lokalsport

Spaßtruppe im Aufwind

Fußball-Bezirksliga: VfL nach Pokalcoup euphorisiert

Aufsteiger VfL Kirchheim will in der Fußball-Bezirksliga weiter für Furore sorgen. Die SGEH muss aufpassen, in der Tabelle nicht durchgereicht zu werden.

Derzeit nicht zu stoppen: VfL-Youngster Dominik Cseri will seinen Torhunger auch in Faurndau stillen. Foto: Brändli
Derzeit nicht zu stoppen: VfL-Youngster Dominik Cseri will seinen Torhunger auch in Faurndau stillen. Foto: Brändli

Kirchheim. Die Ausgangslage beider Teckvereine könnte am sechsten Spieltag unterschiedlicher nicht sein. Der Kirchheimer Spielertrainer Markus Schweizer muss nach dem 5:0-Pokalcoup gegen den 1. FC Frickenhausen auf die Euphoriebremse treten, während SGEH-Coach Dieter Hiller nach zwei Niederlagen in Folge bereits unter Druck steht.

Nach dem 5:0-Pokalsieg am Mittwoch gab es im weiten Rund des Kirchheimer Stadions fast nur strahlende Gesichter. „Das hat richtig Spaß gemacht, unserer noch recht jungen Mannschaft zuzusehen“, freute sich VfL-Abteilungsleiter Claus Maier. Vor allem Dominik Cseri, der in der Punktspielrunde bereits fünf Treffer erzielt hat, macht Laune. Der 19-Jährige war nicht nur wegen seiner drei Tore gegen Frickenhausen der beste Mann auf dem Platz, sondern auch wegen seiner Spielübersicht. Aber auch die beiden Innenverteidiger Jannik Raichle (19) und Simon Herthneck (19) bekamen ein Sonderlob von Trainer Schweizer: „Die haben es richtig gut gemacht.“

Vor allem die Abwehrarbeit hatte dem Kirchheimer Übungsleiter zuletzt Kopfzerbrechen bereitet – in fünf Spielen haben die Teckstädter schon elf Gegentreffer hinnehmen müssen. Gegen Frickenhausen stand die Hintermannschaft recht sicher, ließ kaum eine Torchance zu. Zudem kehrt Keeper Daniel Zirn aus dem Urlaub zurück und wird im Spiel am Sonntag beim FV Vorwärts Faurndau aller Voraussicht nach wieder zwischen den Pfosten stehen. Auf seinen Abwehrchef Lucca Ruoff (Sprunggelenksverletzung) muss der VfL-Coach noch sechs bis acht Wochen verzichten: „Wenn es dumm läuft, kann es auch drei Monate dauern“, so Ruoff. Am Mittwochabend verletzte sich auch noch Benedikt Petzet, der mit einem Muskelfaserriss ausfallen wird. Dennoch stehen dem Kirchheimer Trainer genügend Spieler zur Verfügung, um in Faurndau zu bestehen. „Wenn wir aber nur fünf Prozent nachlassen, wird es schwer werden“, warnt Schweizer.

Nach zwei Niederlagen in Folge ist die SGEH vom zweiten auf den siebten Tabellenplatz zurückgefallen. Coach Dieter Hiller führt dies vor allem auf die zwei Englischen Wochen zurück: „In dieser Zeit war ein normaler Trainingsablauf einfach nicht möglich.“ Für das anstehende Heimspiel gegen den TSV RSK Esslingen steht ihm zum ersten Mal in dieser Saison der komplette Kader zur Verfügung. „Wir hatten diese Woche eine hundertprozentige Trainingsbeteiligung“, freut sich Hiller, der aus dieser Tatsache einen möglichen Erfolg ableitet: „Wenn wir unsere Hausaufgaben machen und die richtigen Entscheidungen treffen, werden wir am Sonntag wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.“ Gegner RSK Esslingen steht nach fünf Spieltagen mit nur vier Punkten bereits unter Druck. Bei einer weiteren Niederlage droht der Absturz auf einen Abstiegsplatz.

Spitzenreiter TSV Deizisau ist als einzige Mannschaft der Liga noch ungeschlagen, will seine Tabellenführung im Heimspiel gegen die TSV Oberensingen verteidigen.

Das Spiel zwischen dem 1. FC Frickenhausen und dem FV Plochingen wurde von Sonntag auf Donnerstag kommender Woche verlegt.me

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