Lokalsport

Spielabbruch war richtige Entscheidung

Schade, dass man nunmehr zwei Berichte über den Spielabbruch im Teckboten abdruckt, ohne intensiv recherchiert zu haben. Stattdessen lese ich immer Stellungnahmen und Unverständnis von Sabrina Wohlleben, der Betreuerin der TG Kirchheim und Mitarbeiterin des Teckbote, sowie von anderen TG-Offiziellen.

Man kann alles, was geschehen ist, nicht mit den lapidaren Worten „überschwänglicher Torjubel“ abtun. Bei diesem so überschwänglichen Jubel ging einiges an Inventar des TSV Notzingen in die Brüche. Nicht nur, dass die Eckfahne zerstört wurde, nein, auch noch Bierbänke, die den Auswechselspielern dienten, wurden in Richtung Spielfeld und in Richtung Notzinger Spieler geschleudert und ebenfalls völlig zerstört. Dass dies so gewesen ist, beweist sogar das abgedruckte Bild im Teckboten, worauf zu erkennen ist, wie eine Bierbank zum Wurf angesetzt wird.

Wenn man nach einem klaren Schiedsrichter-Motiv für den Abbruch sucht, braucht man nicht den offiziellen Bericht des Schiedsrichters abzuwarten. Beim Bericht des Teckboten am Montag kam dieses Motiv klar zum Ausdruck. Zuschauer mit Schirm beschimpften den Referee und führten Diskussionen. Da frage ich mich, was haben die oder der Zuschauer auf dem Spielfeld beim Schiedsrichter zu suchen? Dies, was an der Eckfahne geschah, und wie unsere Spieler mit Bierbänken beworfen wurden, ist Bedrohung genug und ein Spielabbruch durch den Schiedsrichter total die richtige Entscheidung. Unsere eingeteilten Ordner konnten sich nur noch um den Schiedsrichter bemühen und diesen ohne weitere Schäden in die Kabine begleiten. Sich in diese aufgebrachte Menge zu begeben, war allen Ordnern zu gefährlich.

Vermisst habe ich das konsequente Einschreiten von TG-Verantwortlichen, die ja ihre Mannschaft und deren anscheinende Emotionen seit einiger Zeit kennen. All dies hat nichts mit Fußball zu tun und ist weder zu billigen, noch zu beschönigen.

WOLFGANG SCHÄFER, ABTEILUNGSLEITER FUSSBALL TSV NOTZINGEN

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