Lokalsport

Sportfreunde souverän, Gastgeber dämlich

SF Dettingen lösen erstes Achtelfinalticket – TSV Ötlingen unter Zugzwang – 876 Zuschauer vor Ort

Der erste Achtelfinalist steht seit gestern Abend fest: Den SF Dettingen ist nach ihrem zweiten Turniersieg der Einzug in die Runde der letzten 16 nicht mehr zu nehmen. Ausrichter TSV Ötlingen hat nach der 1:2-Pleite gegen Weilheim nur noch eine Minimalchance.

Spielplan

Im Hintertreffen: Turniergastgeber TSV Ötlingen (Stefan Schwarzbauer im Hintergrund) muss nach gestrigen 1:2 gegen den TSV Weilh
Im Hintertreffen: Turniergastgeber TSV Ötlingen (Stefan Schwarzbauer im Hintergrund) muss nach gestrigen 1:2 gegen den TSV Weilheim II (Benjamin Schultheiß am Ball um den Einzug ins Achtelfinale bangen.

Wer gestern Abend zu den 876 Zaungästen im Ötlinger Rübholz zählte, brauchte sein Kommen nicht zu bereuen. Gab es neben den 14 Treffern, die in den fünf Turnierpartien fielen, doch einen der Geheimfavoriten zu bestaunen: Die SF Dettingen, seit Jahren beim Teckbotenpokal in bestechender Form, unterstrichen beim 3:1 gegen Lichtenwald ihre Ambitionen, zumal ihnen das Ticket fürs Achtelfinale bereits nicht mehr zu nehmen ist.

 

TSV Ötlingen – TSV Weilheim II 1:2 (0:2): „Wir haben uns dämlich angestellt“, sagte Dirk Heinemann nach der unglücklichen Niederlage, die schon das Turnier-Aus bedeuten kann. Der Ötlinger Trainer trauerte vor allem den vergebenen Großchancen von Dominic Lepadusch (17.) und Stefan Schwarzbauer (36.) nach. Paul Schrievers machte es besser, brachte Weilheims „Zweite“ mit einem Doppelschlag schon vor der Pause auf die Siegerstraße. Den Lapsus des Tages leistete sich Schiri Christos Panos. Bei Halbzeit vergaß er seine Uhr abzustoppen und pfiff deshalb zehn Minuten zu früh ab. Als ihn die Turnierleitung auf den Fehler aufmerksam gemacht hatte, ließ er die fehlende Zeit nachspielen. Tore: 0:1, 0:2 Paul Schrievers (21., 25.), 1:2 Nikolai Hepperle (60.).

TSV Owen – TSV Oberlenningen 1:1 (1:1): Nach dem Schlusspfiff ärgerte sich Oberlenningens Trainer Markus Allgaier über die aus seiner Sicht nicht berechtige Nachspielzeit in der ersten Halbzeit, als dem TSV Owen der Ausgleichstreffer gelang. Beide Mannschaften zeigten nach einer schwachen ersten Halbzeit im zweiten Spielabschnitt eine deutliche Leistungssteigerung, boten sich die Tälesnachbarn doch da einen offenen Schlagabtausch mit guten Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten. Die beste vergab Owens Samuel Mena Vaz, als er fünf Minuten vor dem Ende nur die Querlatte traf (35.). Tore: 0:1 Baris Karakaya (30., Fouelfmeter), 1:1 Eugen Neustätter (30.+3).

SF Dettingen – TSV Lichtenwald 3:1 (2:0): Das Duell zweier Kreisliga-A-Klubs verlief nur kurz auf Augenhöhe, nämlich als Dettingens Trainer Heiko Blumauer innerhalb weniger Minuten fünfmal auswechselte und der Spielfluss etwas verloren ging. Sonst gaben seine Sportfreunde den Ton an. So war der Trainer mit der Leistung der neu formierten Mannschaft zufrieden, nannte bei der Kurzkritik unmittelbar nach dem Spiel lediglich die Chancenverwertung als „ausbaufähig“. Lichtenwald unter Björn Kluger, der zuletzt die Weilheimer Frauen coachte, zeigte nach einem 0:3-Rückstand Moral und verdiente sich den Ehrentreffer. Tore: 1:0 Denis Weigand (3.), 2:0 Tim Lämmle (20.), 3:0 Manuel Abrantes (35.), 3:1 Stefan Kammerer (44.).

TSV Holzmaden – TSV Wendlingen II 2:0 (1:0): Die Bezirksligareserve war für die Holzmadener kein Stolperstein, ging früh in Führung. Burak Engin und Steffen Braig versäumten es, den Vorsprung auszubauen. Die beste Wendlinger Chance hatte Michael Klein, der jedoch am Holzmadener Keeper Daniel Zirn scheiterte (28.). Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Museumsörtler die Partie. Nur einmal musste kurz gezittert werden, als Wendlingens Benjamin Haufe nach einem TSVH-Abwehrmissverständnis allein auf Zirn zustürmte, der jedoch bravourös reagierte. Tore: 1:0 Timo Spielvogel (9.), 2:0 Steffen Rehm (56.).

TSV Ohmden – TSV Ebersbach 1:2 (0:1): Im Spätspiel auf dem Kunstrasen feierten die Filstaler einen hochverdienten Sieg, der aus druckvollem und körperbetontem Spiel resultierte – allen voran das von der Physiognomie her kompakte Brüderpaar Aldo und Michele D’Oreano. Die sorgten immer wieder für Unruhe in der Ohmdener Abwehrreihe und waren Garanten für den Sieg. Im ersten Spielabschnitt legten die Ebersbacher mit optischer Dominanz und dem 1:0 den Grundstock für den Erfolg. Nach dem Pausensprudel, als die Ohmdener spielerisch stärker agierten, war der TSVE mit Kontern gefährlich. Der Anschlusstreffer der Bergwald-Elf kam zu spät, um das Ruder noch einmal herum zu reissen. Tore: 0:1, 0:2 Baris Memis (20., 49.), 1:2 Silas Haußer (50.).

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