Lokalsport

Stadion statt „Scholle“

Fußball-Bezirkspokal VfL erwartet morgen im Achtelfinale den SV Nabern.

Kirchheim. Eigentlich hätte das Pokalduell am morgigen Mittwoch ab 19 Uhr beim klassentieferen Verein auf dem Oberen Wasen in Nabern stattfinden sollen. Für die SVN-Verantwortlichen stand nach der Auslosung jedoch schnell fest, dass die Bewegung ins Kirchheimer Stadion verlegt werden soll – der A-Ligist hat auf seinem Rasenplatz kein Flutlicht, und der als „Scholle“ so ungeliebte Hartplatz war keine Alternative. „Beide Mannschaften haben es nicht verdient, auf einem solch schlechten Hartplatz zu spielen“, sagt Naberns Sportchef Axel Maier, der seine Mannschaft nicht chancenlos sieht: „In einem K.o.-Spiel ist alles möglich, an einem guten Tag können wir auch den VfL schlagen.“ Mutmacher: Der SVN ist seit vier Punktspielen ungeschlagen, holte dabei zehn Punkte.

Obwohl der Kirchheimer Spielertrainer Markus Schweizer den Bezirkspokal noch nie gewinnen konnte, legt er keinen allzu großen Wert mehr auf diesem Wettbewerb: „Wenn wir gegen den SV Nabern gewinnen, ist es schön. Wenn wir verlieren, ist es auch nicht weiter schlimm.“ Wa­rum der VfL-Coach nicht gut auf den Pokal zu sprechen ist liegt auf der Hand. Im vergangenen Jahr verletzte sich der VfL-Torjäger Kai Hörsting so schwer, dass die Nachwirkungen bis heute ein dauerhaftes Comeback verhinderten. In dieser Saison erwischte es Dominik Cseri im letzten Pokalspiel beim B-Ligisten TV Unterboihingen (2:0). Der 19-Jährige brach sich die Schulter und fällt bis zum Jahresende komplett aus. Sehr zum Ärger von Trainer Schweizer: „Dominik war sehr gut drauf und fehlt uns nun an allen Ecken und Enden.“ Seit der Kirchheimer Stürmer nicht mehr mitspielen konnte, gab es aus den letzten fünf Punktspielen für die Teckstädter nur einen Sieg. Kein Wunder also, dass der Kirchheimer Übungsleiter den ein oder anderen Leistungsträger schonen wird und Spieler zum Zuge kommen lässt, die zuletzt wenig Einsätze hatten.me


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