Lokalsport

Tag der Einheit

Die besten Knights, der beste Gegner, das beste Publikum. Es sind Spiele wie am Samstag, deren Ertrag sich nicht an Statistiken messen lässt. Nüchtern betrachtet haben die Kirchheimer Basketballer am zehnten Spieltag ihren dritten Tabellenplatz verteidigt. Entscheidender ist: Wieder hat sich ein hartnäckig kämpfender Gegner, der bis zum Schluss nie aufsteckte, die Zähne ausgebissen. An einer Mannschaft, deren größte Stärke ihre Einheit ist. Als Keith Rendleman mit einem krachenden Dunk im Schlussviertel am Samstag die Zuschauer von den Sitzen riss, war es nicht der Schütze selbst, der die spektakuläre Show nach Kräften feierte. Draußen auf der Bank flippte Dennis Tinnon, Rendlemans direkter Kontrahent auf dieser Position, regelrecht aus und war auch in der folgenden Auszeit noch kaum zu bändigen.

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Es sind Szenen wie diese, die in dieser Saison den Unterschied ausmachen. Es gab Mannschaften, die in den zurückliegenden Jahren in Kirchheim besseren Basketballsport geboten haben, doch keine verkörperte Teamgeist und unbedingten Siegeswillen so überzeugend wie die jetzige. Man braucht kein Basketball-Experte zu sein, um daran Gefallen zu finden. Körpersprache wird verstanden. Wohl keiner der 1 200 Fans, die am Samstag in der Halle waren, hätte hinterher geleugnet, einen mitreißenden Abend erlebt zu haben. Auch ohne gewonnene Punkte.

Der Kirchheim-Faktor in der Pro A hat wieder Gewicht. Die Flamme brennt. Gotha kann kommen.BERND KÖBLE