Lokalsport

Teck-Duo fährt unter die Top Ten

Mountainbike Beim Bundesligarennen der Elite und U23 in Freudenstadt sind Luca Schwarzbauer und Pirmin Sigel gut dabei.

Freudenstadt. Luca Schwarzbauer vom MTB Teck hat beim Bundesliga-Rennen der Mountainbike-Elite in Freudenstadt Platz acht belegt. Im U23-Rennen wurde der Weilheimer Pirmin Sigel Zehnter.

Zwei Runden lang war Schwarzbauer im Rennen der Herren das Tempo der Spitzengruppe um den Weltranglisten-Sechsten Anton Cooper (Neuseeland) mitgegangen, in der dritten musste er Federn lassen. „Es lief am Anfang fast zu gut“, bekannte Schwarzbauer hinterher. Das gute Gefühl verleitete ihn zum Übermut, denn der Kurs in Freudenstadt mit langen und vor allem steilen Anstiegen ist nicht das Terrain, das seinem Körperbau entgegenkommt. Als dann der Este Martin Loo vor ihm einen Fehler beging und die Lücke nach vorne aufging, geriet Schwarzbauer in die Defensive. Der starke Kletterer Loo stellte den Anschluss wieder her, doch der 21-jährige Schwabe konnte dessen Tempo am Berg nicht folgen. So kämpfte er alleine, stellte in der vorletzten Runde den Anschluss an den Franzosen Victor Koretzky her, verlor aber den Kampf um Rang sieben dann doch. „Im Endeffekt war es für die Strecke gar nicht schlecht“, bilanzierte Schwarzbauer, nachdem er als Achter mit 3,10 Minuten Rückstand auf Sieger Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt/1.09,48) ins Ziel gekommen war. Für das Gesamtklassement der Bundesligawertung erhielt Schwarzbauer 40 Punkte.

Sigel verliert in den Abfahrten

Auch deshalb wae der Reuderner nach dem Rennen der Elite gar nicht enttäuscht, im Gegensatz zu Pirmin Sigel nach dem U23-Rennen. Dabei spielte Platz zehn mit 5,09 Minuten Rückstand auf Sieger Tobias Eise (1.14,46 Stunden) gar nicht die größte Rolle. Sigel war von einem anderen Umstand ziemlich genervt. Berghoch zeigte er sich in starker Verfassung, verlor dann den Anschluss aber wieder bergab. Dass der normalerweise ganz gute Fahrtechniker so viel einbüßte, hatte mehr mit seiner mentalen Verfassung zu tun. Ein paar Tage zuvor hatte Sigel einen Besprechungstermin zur Entfernung jenes Metalls, das er seit einem Oberschenkelhalsbruch vor 14 Monaten im Körper trägt. „Da ist das ganze Geschehen noch mal hochgekocht, und ich war einfach nicht in der Lage, normal abzufahren“, bekannte Pirmin Sigel, und dass er in den Abfahrten (zu viel) Angst hatte. „Das hat mich sehr geärgert, weil es den Berg hoch ziemlich gut gegangen ist.“ Trost: Für die Bundesligawertung gab 29 Punkte.Erhard Goller

Info: Das letzte Rennen der vier Veranstaltungen umfassenden Mountainbike-Bundesliga-Serie findet am kommenden Samstag in Titisee-Neustadt statt.

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