Lokalsport

Teckbiker mit erfolgreicher Bilanz

Pfäffle Marathon-Dritter, Schwarzbauer Zehnter

Marathon-Podium für Christian Pfäffle in der Pfalz, Platz zehn für Luca Schwarzbauer in Amerika – die Bilanz der Teckbiker kann sich sehen lassen.

Neustadt/Windham. Zu Trainingszwecken war Teckbiker Christian Pfäffle am Sonntag beim Marathon in Neustadt an der Weinstraße am Start. Prompt landete der Neuffener auf dem Podest. Pfäffle integrierte die 90-Kilometer-Strecke mit vielen Singletrails in einen Trainings-Block und traf im Pfälzerwald auf den zweifachen Deutschen Marathon-Meister Karl Platt. Der Osthofener griff am Ende der ersten von zwei Runden an. Pfäffle versuchte zwar mitzugehen, doch es tat sich dann doch eine Lücke auf. „Danach war ich lange alleine unterwegs, bis Joris Masser von hinten kam“, erzählte Pfäffle. Das war ungefähr bei Kilometer 70. Der Stevens-Biker fuhr mit dem Belgier bis ins Ziel, und weil der Konkurrent viel mehr Führungsarbeit machte, überließ er ihm auch den zweiten Platz. Mit 3,41 Minuten Rückstand auf Platt (3.40,23) erreichte das Gespann das Ziel.

Pfäffles Vereinskamerad Alex Speisekorn vom MTB Teck stand in der Pfalz auf der Mittelstrecke über 49 Kilometer am Start und beendete diese auf dem siebten Platz, 14,04 Minuten hinter Lokalmatador Wolfram Kurschat (1.51,49) – mit verbogenem Schaltwerk, nachdem sich ein Ast zwischen Speichen und Schaltung geschoben hatte.

Pfäffles und Speisekorns Vereinskollege Luca Schwarzbauer vom MTB Teck hat zum Abschluss seines Nordamerika-Trips in Windham (Bundesstaat New York) den zehnten Platz belegt. Geprägt war das HC-dotierte Rennen von extrem hohen Temperaturen. Der Weltcup-Kurs in Windham liegt an einem Skihang. Nur für kurze Passagen fahren die Mountainbiker durch kleine Wäldchen, der größte Teil liegt in der Sonne. Wenn dann Temperaturen bis zu 40 Grad gemessen werden, wird das auf dem steilen Gelände zum Extrem-Sport.

Luca Schwarzbauer, ohnehin nicht der Hitze-Fan, hatte schon die Tage zuvor mit den Temperaturen zu kämpfen, die laut den Einheimischen für die Catskill Mountains auch sehr ungewöhnlich sind. Der Reuderner sprach von Magenproblemen, die ich bei ihm bemerkbar machten. Beim Warmfahren hatte sich der 19-Jährige noch gut gefühlt, doch kaum war das Rennen gestartet, hatte Schwarzbauer zu kämpfen. „Nach der zweiten Runde habe ich sogar ans Aufgeben gedacht, weil es so krass war“, bekannte Schwarzbauer. Doch für das Kämpferherz ist das natürlich keine Option. Er quälte sich den langen Anstieg hinauf und wurde dabei bis auf Platz 18 zurückgereicht. „Ab der vierten von sechs Runden lief es dann etwas besser und einige Konkurrenten gingen ziemlich ein“, erzählte Schwarzbauer.

So spülte es ihn noch bis auf Platz zehn nach vorne. Er hatte dann eine verhältnismäßige lange Finisherzeit von 1,57 Stunden. „Wir haben es überstanden“, konstatierte ein geschaffter Schwarzbauer, der aber die „coole Erfahrung“ des fast dreiwöchigen Übersee-Trips mit drei Rennen nicht missen wollte. „Ich habe einige Punkte mitgenommen und viel gelernt“, bilanzierte er.

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