Lokalsport

Teckbotencup in Ötlingen

Zuschlag für das Turnier im Jahr 2015

Die Zehn ist voll: Der TSV Ötlingen ist der nächste Verein aus der Region, der seit dem ersten Großturnier 1996 ein Teckbotenpokal-Turnier entweder bereits gestemmt hat oder noch stemmen wird. Nach einer Ortsbegehung in der Sportanlage Rübholz mit den TSV-Hauptverantwortlichen, Staffelleiter Stefan Cserny und der Sportredaktion, erhielt der Vorstadtklub inzwischen ­offiziell den Zuschlag für die Ausrichtung im Jahre 2015.

Kirchheim. Auf Weilheim 2014 folgt Ötlingen 2015, danach folgen die Stationen Holzmaden (2016) und Dettingen zum 125-jährigen SFD-Jubiläum (2017): So sieht der Teckbotenpokal-Kalender der nahen Zukunft aus. Bis auf Ötlingen waren die Orts-Zuschläge durch die Redaktion rasch erteilt. In der Sportanlage Rübholz machte die besondere geografische Lage der beiden Sportplätze einen Prüfungstermin unumgänglich. Letztlich konnte die Ötlinger Fußball-Abteilungsleiterin Angelika Koch sämtliche Bedenken, das Turnier könne wegen des etwas abseits gelegenen Kunststoffrasen-Nebenplatzes atmosphärisch empfindlich leiden, bei der Ortsbegehung zerstreuen. Ein zweiter Turnierturm, zusätzliche Getränke- und Essensstände sowie eine hochwertige Beschallungsanlage sollen beim Turnier dafür sorgen, dass das Spielfeld II nicht zum Ne­benschauplatz verkommt.

Knapp zwei Jahre vor dem 53. Teckbotenpokal (höchstwahrscheinlich vom 26. Juli bis 2. August) kündigte die 56-jährige Ötlinger Fußball-Chefin („vor der Vergabe war ich etwas skeptisch“) an, dass ihr Verein die Herausforderung mit viel Engagement, Leidenschaft und Akribie angehen werde. „Es wird unser erstes Teckbotenpokal-Turnier. Unsere Mitglieder warten schon Jahre darauf, dass wir dieses Turnier endlich einmal ausrichten können“, erklärte sie und ist sich sicher, die mindestens erforderlichen hundert Turnierhelfer „ohne Probleme“ aus den eigenen Reihen rekrutieren zu können. Koch: „Unsere Mitarbeiter sind schon regelrecht heiß auf das Turnier.“ Es wird der Cup der langen Kabel.

Was die Turniervorbereitung betrifft, will die gelernte Fahrschullehrerin energisch auf das Tempo drücken. „Der TSV-Fußballausschuss wird die erste Sitzung bereits nach den Schulferien im September abhalten“, kündigt Angelika Koch an. Dann geht‘s darum, mit welchen Köpfen das Teckbotenpokal-Komitee beziehungsweise dessen Unterausschüsse besetzt werden sowie um Fragen des Prozederes. Nach diesem Ersttermin ist das Ehepaar Koch erst einmal für kurze Zeit weg: Es wartet der lange geplante Ägypten-Urlaub.

Von Angelika Koch zu Martin Koch: Weilheims Fußball-Abteilungsleiter, mit seiner Amtskollegin weder verwandt noch verschwägert, steckt mit den Planungen für das Turnier 2014 ebenfalls in den Anfängen. Zwar haben die zwei Dutzend Teckbotenpokal-Ausschussmitglieder schon einige Sitzungen hinter sich, doch naturgemäß noch keine Nägel mit Köpfen gemacht. Die wichtigsten Fragen zur Vermarktung, zum Rahmenprogramm und der Mannschaftszahl („entweder 20 oder 24“) sollen erst im nächsten Jahr beantwortet werden.

Dann wird sich auch der Hauptverein in Weilheim dem Teckbotenpokal periphär widmen – Büroarbeiten wie die Rasenpflege-Organisation oder der während des Turniers zu verändernde Trainingszeitplan im Stadion fallen zum Beispiel in dessen Zuständigkeitsbereich. „Grundsätzlich haben wir mit dem Turnier aber wenig zu tun, das ist allein Sache der Fußballabteilung, die in allen wesentlichen Fragen autark ist“, sagt Reiner Braun, der einer von drei TSV-Hauptvereinsvorsitzenden ist und Herr über rund 2 500 Mitglieder. Braun, hauptberuflicher Landestrainer des Basketball-Verbandes Baden-Württemberg (BBW), hält sich aus den Kicker-Belangen raus. „Dass unsere Fußballer derzeit so erfolgreich sind, freut mich aber besonders“, sagt er. Spätestens vom 27. Juli bis 3. August 2014 folgt das nächste Highlight.

Das Weilheimer Teckbotenpokal-Turnier werden die Ötlinger mit Argusaugen verfolgen: Anregungen für die eigene Veranstaltung gibt‘s beim Landesliga-Klub sicherlich zuhauf.

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