Lokalsport

Teckteams bereit zum Angriff auf die Spitze

Handball-Bezirksliga: Weilheim und VfL lauern

Auf die Handballer des VfL Kirchheim wartet heute Abend mit dem Tabellenfünften TV Altbach (19.30 Uhr, Walter-­Jacob-Halle) ein schwerer Gegner. Soll der Anschluss an die Spitze nicht verloren gehen, darf sich Verfolger Kirchheim keinen Ausrutscher leisten. Der TSV Weilheim empfängt als Dritter den Tabellennachbarn Team ­Esslingen (20 Uhr).

Kirchheim/Weilheim. Der Start ins neue Handballjahr verlief für den VfL enttäuschend. Die Mannschaft hat ihren Rhythmus noch nicht wiedergefunden. Nach der Heimpleite gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen überzeugte sie auch beim knappen Erfolg gegen Kellerkind HSG Leinfelden-Echterdingen nicht. Für den heutigen Gegner aus Altbach ist es das erste Ligaspiel des Jahres. Da sich der TVA nach einer kurzen Schwächephase in der Hinrunde wieder stabilisierte, hat er mit 14:8 Punkten inzwischen genauso viele Minuspunkte auf dem Konto wie der VfL (18:8). Damit zählt die Mannschaft aus dem Neckartal zu den direkten Konkurrenten um die Spitzenplätze in der Bezirksliga.

Anzeige

Die Altbacher verfügen über eine der besten Angriffsreihen der Liga. Vor allem im Rückraum strahlten Lucas Schieche und Bezirksliga-Toptorschütze Lars Rupp enorme Torgefahr aus. Wie unangenehm der Gegner sein kann, erlebte der VfL bei der 33:37-Niederlage in der Hinserie. Heute wie damals ist die Defensive das größte Problem der Tecksieben – das Prunkstück des VfL in den zurückliegenden Jahren.

Jeder Spieltag wirbelt die Kräfteverhältnisse in der Bezirksliga aufs Neue durcheinander. Das erlebte der TSV Weilheim am Wochenende. Durch Patzer der Konkurrenz hat der TSV plötzlich wieder gute Chancen, am Ende unter den Top Vier zu landen. Eine Marke, die man eine Zeit lang aus den Augen verloren hatte. Beim 39:32-Heimsieg über die HSG Leinfelden-Echterdingen bot die Mannschaft wieder eine ansprechende Leistung. „Darauf können wir aufbauen,“ freut sich Trainer Alen Dimitrijevic. „Wir wissen um die Stärken des Team Esslingen, aber wir haben ein Heimspiel und die Chance, wieder vorne mitzumischen. Das sollte Motivation genug sein.“ Mit den Trainingseinheiten unter der Woche war Dimitrijevic offenbar zufrieden. Besonders weil die Spieler die notwendige Härte an den Tag legten, die es brauchen wird, um gegen die körperlich robusten Esslinger heute Abend zu bestehen.

Die Mannschaft aus der Reichsstadt erlebte zuletzt einen überraschenden Rückschlag gegen den abstiegsbedrohten TSV Köngen. Es war bereits die zweite Niederlage in Folge gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte nach dem 23:29 gegen den TSV Wolfschlugen 2. Die Esslinger stehen also unter Erfolgsdruck. Im Hinspiel sahen die Weilheimer lange Zeit als die sicheren Verlierer aus. In den letzten vier Minuten drehte der TSV einen 18:21-Rückstand noch in einen 22:21-Auswärtssieg.ol/pa

VfL Kirchheim: Pisch – S. Latzel, M. Mikolaj, Weber, Metzger, J. Mikolaj, Zoll, Schwarbauer, Keller, Sadowski, Rudolph, Pradler

TSV Weilheim: Illi, Mayer; Sigel, Bauer, Seyferle, Braun, Banzhaf, Klett, Allgaier, Stark, Späth, Auweter, Zettl, Steinke

Dimitrijevic hört zum Saisonende auf – Weiss wird Nachfolger

Die zweite Saison mit dem TSV Weilheim wird seine letzte sein: Alen Dimitrijevic legt sein Traineramt beim Handball-Bezirksligisten am Saisonende nieder. Nachfolger wird mit Martin Weiss ein Mann aus den eigenen Reihen. Nach dem verpassten Aufstieg im Vorjahr droht den Weilheimern, die momentan Platz drei belegen, in diesem Jahr wieder nur die Rolle des besten Nichtaufsteigers. „Ich wollte immer einen Tick mehr“, sagt Dimitrijevic. Der 39-Jährige hatte zuvor schon den TSV Wolfschlugen in der Württembergliga trainiert. Die Chemie mit Mannschaft und Verein in Weilheim habe gestimmt. „Daran lag es nicht“, betont Dimitrijevic, der nach eigener Aussage keinen neuen Verein an der Angel hat. „Ich bin offen, könnte mir aber auch ein Frühjahr ohne Vorbereitung gut vorstellen.“ Dimi­trijevic ist nebenbei Jugendtrainer bei der JSG Nürtingen-Zizishausen, wo auch seine Tochter spielt. „Alen geht in Freundschaft“, meint TSV-Sprecher Timo Klein. Die Ziele von Trainer und Spielern hätten sich im zweiten Jahr nicht mehr gedeckt. Über seinen einstigen Teamkollegen Martin Weiss sagt er: „Er ist eine Art Vereins-Ikone und hat viel Erfahrung.“bk