Lokalsport

Tecktrio lechzt nach Erfolgserlebnissen

Bezirksliga Der VfL, die SGEH und der TV Neidlingen peilen nach den enttäuschenden Unentschieden unter der Woche wieder die volle Punkte-Ernte an. Von Walter Rau

Mit Haken und Ösen: Markus Schweizer (hier gegen Oberensingens Ferdi Er) und der VfL wollen in Deizisau einen Sieg. Foto: Markus
Mit Haken und Ösen: Markus Schweizer (hier gegen Oberensingens Ferdi Er) und der VfL wollen in Deizisau einen Sieg. Foto: Markus Brändli

Nach der für alle Teck-Clubs unnötigen Remis-Flut am vorgestrigen Wochenspieltag lechzen die SGEH, der VfL Kirchheim und der TV Neidlingen am kommenden Sonntag in der Fußball-Bezirksliga wieder nach dreifachen Erfolgserlebnissen.

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Besonders bei den „Blauen“ in Kirchheim trauert man dem verpassten Heimsieg im Spitzenspiel gegen Oberensingen hinterher. „Das Torchancenverhältnis entsprach in keinster Weise dem Ergebnis. Gästetrainer Merkle meinte: „Den Punkt nehmen wir gerne mit.“ „Wir sind aber selbst schuld. Für uns als Verfolger war das 1:1 vom Spielverlauf her zu wenig“, analysierte Kirchheims Spielertrainer Markus Schweizer.

Dabei wird ein richtiger Torjäger an der Jesinger Allee schmerzlich vermisst. Die Rückkehr von Angreifer Kai Hörsting ist frühestens im neuen Jahr zu erwarten. Und ähnlich wie bei Bayern München, wo eine Back-up-Suche für Robert Lewandowski in der Winterpause schwierig werden dürfte, fallen auch in der Bezirksliga (gute) Stürmer nicht vom Himmel. Verzagen gilt bei Schweizer dennoch nicht. Seit der Derby-Schlappe in Neidlingen (1:5) hat sich der VfL stabilisiert und wieder Konstanz beim Punktesammeln gezeigt.

Nun gilt es, beim kriselnden TSV Deizisau (am Mittwoch immerhin mit einem 2:2 in Neidlingen aufwartend) den Anschluss nach oben nicht zu verpassen. „Dort ist es immer schwer, zu spielen, auch wenn die gerade keinen Lauf haben. Wir müssen trotzdem einen Dreier einfahren“, fordert Schweizer, der damit beste Voraussetzungen für ein weiteres Top-Spiel am nächsten Spieltag gegen den Primus SC Geislingen schaffen will. Schweizer selbst wird als einziger Akteur die nächsten beiden Partien aller Voraussicht nach verpassen. Er zog sich in der Partie gegen Oberensingen kurz vor Schluss eine Oberschenkelzerrung zu.

Seit dem Husarenstreich gegen Kirchheim ist bei Aufsteiger Neidlingen der Wurm drin. Die letzten sechs Spiele blieb die Kölle-Elf bei drei Unentschieden sieglos und rutschte auf Platz neun ab. Zuletzt wurde gegen Deizisau gar eine 2:0-Führung verspielt. Kann der TVN da ausgerechnet bei der bisherigen Übermannschaft SC Geislingen punkten und Schützenhilfe für die Verfolgerteams leisten? Wenn es nach TV-Coach Patrick Kölle geht, dann ja. „Wir müssen konzentriert mit Kampf, Willen und etwas Glück dagegenhalten und mit schnellem Umschaltspiel effektiv kontern“, kennt er das Rezept, um etwas Zählbares aus dem Eybacher Tal mitzunehmen.

So oder so ist der Neidlinger Respekt vor „dem Bonusspiel“ (Kölle) groß. „Aus der Kreisliga kommend, ist es für uns etwas Besonderes, in so einem schönen Stadion gegen ein eingespieltes und gewachsenes Team zu spielen. Das wird ein echtes Highlight, auch für unsere zahlreichen Anhänger. Wir wollen so lange wie möglich mithalten“, so Kölle. Dabei kann er aus dem Vollen schöpfen. Fabian Latzko kehrt nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder zurück, sodass alle Mann an Bord sind bei der Mission Überraschungscoup gegen den noch unbesiegten Spitzenreiter.

Eine Überraschung läge auch im Sinne der SGEH, die beim 3:3-Heimremis gegen Faurndau ebenfalls verschenkten Punkten nachtrauerte. Trotzdem befinden sich die Älbler bei einem Spiel mehr als Dritter in Lauerstellung. „Vielleicht hat uns hinten raus etwas die Luft gefehlt, den Vorsprung zu verwalten, aber sieben Punkte aus den letzten drei Spielen binnen sechs Tagen sind trotzdem ordentlich“, befand SGEH-Pressewart Florian Lenuzza. Am Sonntag steht das Derby in Neckartailfingen an - es ist das dritte Wiedersehen mit Ex-Trainer Georgios Karatailidis, der jahrelang bei der SGEH kickte und den Klub auch coachte. „Die bisherigen zwei Vergleiche haben wir deutlich gewonnen. Es wäre schön, wenn das auch so bleibt“, flachst Lenuzza.

Gegner Neckartailfingen geht etwas ausgeruhter, da am vergangenen Mittwoch spielfrei, in die Partie. Zaungast bei der Heimpartie der Hiller-Elf gegen Faurndau war Karatailidis, der ein Vorab-Wiedersehen auf der Alb mit wichtigen Erkenntnissen abschloss. Für den als Minimalziel angestrebten Punktgewinn stehen Dieter Hiller bis auf die urlaubenden Gökhan Demir und Tim Kammerer alle Spieler zur Verfügung.