Lokalsport

Teuer erkaufter Sieg

Knights verlieren bei 95:65 gegen Paderborn Center Joos

Vorgezogenes Nikolausgeschenk für die Kirchheim Knights. Per 95:65-Heimsieg über die Finke Baskets Paderborn packten sich die Zweitligabasketballer vor rund 1000 Zuschauern zwei souverän erspielte Punkte in den Stiefel. Überschattet wurde die Demonstration der Ritter einzig von der Verletzung von Johannes Joos.

Das tut weh: Dennis Tinnon und die Knights haben die Gäste aus Paderborn regelrecht überrollt. Foto: Markus Brändli
Das tut weh: Dennis Tinnon und die Knights haben die Gäste aus Paderborn regelrecht überrollt. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Es gab sehr vieles, worüber sich Michael Mai nach dem Spiel freuen durfte. Doch etwas schlug dem Ritter-Coach dann doch ordentlich auf den Magen. „Sollte sich die Verletzung von Johannes als schwerwiegend herausstellen, haben wir diesen Sieg teuer bezahlt, und ich würde ihn gerne eintauschen“, so der Knights-Trainer.

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Center Johannes Joos war bereits in der fünften Spielminute Richtung Bank gehumpelt – warum ? „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Zuerst dachte ich, ich hätte einen starken Schlag auf den Oberschenkel bekommen, aber dann spürte ich, dass es ins Knie ging. Das ist dann auch sofort angeschwollen“, so Joos, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt wurde.

Der 20-Jährige wird am Montag einer MRT-Untersuchung unterzogen, die Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben soll. „Wir hoffen einfach nur, dass sich die Befürchtungen nicht bestätigen und er nicht allzu schwer verletzt ist“, so Mai. Dass Joos in den kommenden beiden Spielen bis zur Weihnachtspause fehlen wird, scheint jedoch klar.

Auf den Spielausgang gegen Paderborn hatte die Verletzung jedoch keine Auswirkungen. Eine befreit aufspielende Kirchheimer Mannschaft legte bereits im ersten Viertel den Grundstein zum Heimsieg. „Nach der Niederlage gegen Gotha wollten wir unseren Fans zeigen, was wir drauf haben. So hat die Mannschaft dann auch gespielt“, freute sich Mai, „die Offensive kam früh ins Rollen, und in der Defensive haben wir gut gearbeitet. Es gab zwar auch Dinge, die nicht so gut gelaufen sind, aber zunächst zählt, dass wir zuhause souverän aufgetreten sind.“ Ein Sonderlob erhielt Tim Koch, der jeden seiner Wurfversuche traumwandlerisch sicher verwandeln konnte. „Tim hat heute ein klasse Spiel abgeliefert“, so Mai.

Mit zwei Dreiern durch Jordan Wild und Tim Koch startete die Partie. Durch ihre aktive Defensivarbeit erzwangen die Ritter früh Ballverluste der Gäste, die in vielen Schnellangriffen in Punkte verwandelt wurden. Zur ersten Viertelpause waren die Teckstädter bereits mit 30:15 in Führung.

Auch im zweiten Viertel dominierten die Kirchheimer. Besonders Besnik Bekteshi übernahm nun Verantwortung und erzielte einige Punkte. Mit 57-prozentiger Trefferquote von jenseits der Drei-Punkte-Linie zwangen die Ritter den Gast zu einer immer weiter herausrückenden Verteidigung, wodurch sich auch unter den Körben Platz für Kirchheims Riesen ergab. Beim Pausenstand von 59:35 schien die Partie bereits entschieden.

Im dritten Abschnitt schalteten die Ritter dann einen Gang zurück und verwalteten das Ergebnis. „Nach der Pause haben wir nicht gut gespielt. Das kann auch nach hinten losgehen, deshalb werden wir das auch ansprechen. Umso besser, dass wir im Schlussabschnitt nochmals nachlegen konnten“, so Mai.

Neben Koch konnten auch Keith Rendleman (12), Bekteshi (12), Richie Williams (16) und Jordan Wild (11) eine doppelte Punktezahl erreichen. Wie bereits in den beiden letzten Spielen zeichnete sich Dennis Nawrocki durch erfolgreiche Verteidigungsarbeit und gelungene Offensivaktionen aus. „Dennis hat nach seiner Verletzung drei sehr gute Leistungen gebracht. Das war sehr wichtig für uns“, erhielt Nawrocki ein Lob seines Trainers.

In den beiden Schlussminuten wurde dann auch der Kirchheimer Youngster Akant Sengül eingesetzt, der mit einem Block nochmals für Stimmung in der gut gefüllten Sporthalle Stadtmitte sorgte.

Für die auf Rang drei gekletterten Ritter geht es am kommenden Samstag mit der Auswärtspartie gegen Trier weiter. Diese mussten sich ihrerseits deutlich den Chemnitz Niners geschlagen geben und stehen nun auf Tabellenplatz neun.cs