Lokalsport

TG Kirchheim fehlt Platz zum Zaubern

Kreisligafußball Auf einem der kleinsten Spielfelder der Umgebung kann sich das Kreisliga-B-Team nicht entfalten. Ein deutliches 1:6 in der Kreisliga A 2 drängt den TSV Jesingen Richtung Abstiegszone. Von Sebastian Großhans

Getümmel im Strafraum aber keine Tore: Die TG Kirchheim vergaß beim Top-Duell in Nürtingen das Wichtigste im Fußball.Foto: Ralf
Getümmel im Strafraum aber keine Tore: Die TG Kirchheim vergaß beim Top-Duell in Nürtingen das Wichtigste im Fußball.Foto: Ralf Just

Im Spitzenduell der Kreisliga B, Staffel 6, hat die TG Kirchheim verpasst zu punkten und rutscht auf Rang vier ab. In der Kreisliga A2 hat der Tabellendritte Catania Kirchheim dagegen den Anschluss gehalten und bleibt zwei Punkte hinter TSV Grafenberg und dem Spvgg Schlaitdorf. Unterdessen musste der TSV Jesingen eine Klatsche einstecken.

„Jeder Schuss ein Treffer“, beschrieb Trainer Stefan Haußmann die Partie Jesingens beim TSV Raidwangen. Nur leider nicht für die Jesinger. Eine deutliche 1:6-(0:2)-Schlappe hat die Lehenäcker-Elf nun zu verdauen. Dino Scroppos Tor in der 79. Minute war nur noch Ergebniskosmetik. Für die Jesinger bedeutet das den vorläufigen Rutsch auf den Relegationsplatz. „Wir haben überhaupt nicht in die Partie gefunden“, kritisierte Haußmann. Beim Gegner sah es da ganz anders aus. 1:0, 2:0, 3:0 klappten wie am Schnürchen. „Dann ein Sonntagsschuss zum 4:0.“ Mehr Konzentration und Aggressivität wünscht sich Coach Haußmann von seinen Jungs.

Der TV Unterlenningen rutscht mit einer 1:2-(0:0)-Niederlage gegen den TSV Oberboihingen auf Rang zehn ab. Auch Tabellenschlusslicht SV Nabern patzt. Der TSV Weilheim II ist dagegen voll auf Kurs. Der Rundenstart war mit zwei Niederlagen für Weilheim etwas unglücklich, aber nun hat das Team zwei Partien gewonnen und arbeitet sich im Mittelfeld vor. Ziel bleibt weiterhin der Klassenverbleib, so Coach Robert Walter. Und dafür hat Weilheims „Zweite“ mit ihrem 2:1 (1:0) gegen Schlusslicht SV Nabern wichtige Punkte gegen einen Konkurrenten aus dem letzten Tabellendrittel geholt. „Nabern und zuvor gegen Altdorf waren wichtige Spiele, die wir gewinnen mussten.“ Besonders blieben Weilheims Trainer die Minuten nach dem 1:1-Ausgleichstreffer im Kopf, nachdem der Tabellenachte seinen Siegeswillen unter Beweis stellte. „Das war ein Nackenschlag für uns“, sagte er, „aber wir haben nicht aufgegeben und ordentlich dagegen gehalten.“ Beim SVN hätte man etwas mehr Profit aus dem Ausgleichstreffer schlagen müssen. Der SVN ist punktlos Tabellenletzter. Der 1:1-Treffer von Tim Gall war überhaupt das erste Tor der Naberner in dieser Saison.

Weiter vorne in der Kreisliga-A-Tabelle haben sich die SF Dettingen trotz miserabler zweiter Hälfte mit einem 3:3 (2:1) beim TSF Altdorf auf Platz fünf vorgekämpft. So scheint Dettingen auf gutem Weg, das Saisonziel von Rang eins bis fünf zu erreichen, auch wenn das Remis den sportlichen Leiter Thomas Beller enttäuscht. Catania Kirchheim fuhr auswärts drei Punkte beim TSV Oberensingen II ein. Der Dritte bleibt den Spitzenreitern auf den Fersen. Kirchheim braucht Spielraum

Kreativität braucht manchmal etwas mehr Platz. So kam es zumindest den Kreisliga-B-Fußballern der TG Kirchheim vor. „Ich glaube, das ist der kleinste Platz in der Gegend“, meinte TG-Trainer Munya Chonyera zum Spielfeld des KSV Nürtingen, Tabellenführer der Staffel 6. Kirchheim reichte es am Ende nur zum 0:0, weswegen die Turngemeinde von Platz zwei auf vier abrutschte. Denn die SGM Ohmden/Holzmaden II zog mit einem 2:1 gegen den TSV Jesingen II vorbei. Auch der TSV Ötlingen ließ sich beim 5:1 gegen den TSV Oberlenningen nicht lumpen. Durch den deutlichen Sieg und mit einem Spiel Rückstand auf den KSV erkämpfte sich Ötlingen den zweiten Tabellenplatz. „Wir hatten fünf große Chancen, aber zu wenig Durchsetzungsvermögen“, kritisierte Chonyera. An und für sich ist er mit seinem Team aber zufrieden. Kirchheim dominierte in Nürtingen, besonders Abdulai Drammeh, Yusupha Bojang und Amadou Minteh lobte der Coach für ihre Leistung.

Deutlich erfolgreicher lief es für den TSV Notzingen. Mit 8:0 (7:0) schlug Notzingen die SGEH II und machte einen Platz auf Rang fünf gut. Ganz zufrieden ist Trainer Michael Panknin mit dem Ergebnis jedoch nicht. „Wir hätten normalerweise noch deutlich mehr Tore schießen können“, kritisierte er. Doch nach der Pause brachte er ein paar Spieler aufs Feld, die bislang wenige Einsätze hatten. Da ging beim Stand von 7:0 der Spielfluss etwas verloren und „es war nur noch ein Sommerkick“.

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