Lokalsport

Thermalbad statt Training

Fußball-Bezirksliga: SGEH in Zugzwang

Fußballbezirksligist SGEH kann sich im Abstiegskampf einfach keine Luft verschaffen. Im anstehenden Heimspiel gegen den FV Neuhausen zählt wieder einmal mehr nur ein Sieg – ansonsten droht der Absturz auf einen Abstiegsplatz.

Erkenbrechtsweiler. Zum wiederholten Male musste die Elf von der Berghalbinsel am vergangenen Spieltag beim TSV Deizisau eine bittere Pille schlucken. „Die machen aus drei Chancen zwei Tore“, ärgerte sich Trainer Georgios Karatailidis, der sich nun eine kleine Erfolgsserie wünscht, um sich Abstand auf die Abstiegsränge verschaffen zu können. Wie das geht, hat der kommende Gegner der Älbler vorgemacht. Der FV Neuhausen stand nach neun Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nach zehn Punkten aus den letzten vier Spielen haben sich die Filderanrainer auf den neunten Tabellenplatz verbessert.

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„Wir machen aber derzeit einen Schritt nach vorne und dann zwei Schritte zurück“, klagt der SGEH-­Coach, dem bei seiner Mannschaft vor allem die notwendige Konstanz fehlt. Das liegt auch daran, dass der Aufsteiger im bisherigen Saisonverlauf nur zweimal hintereinander mit der gleichen Anfangsformation auflaufen konnte. Dennoch hat die SGEH insgesamt gesehen bisher eine gute Runde gespielt – was freilich fehlt, ist Zählbares. „Wir sollten eigentlich sechs bis sieben Punkte mehr auf dem Konto haben, dann hätten wir den nötigen Abstand und könnten etwas ruhiger arbeiten“, sagt Karatailidis.

Auch gegen den FV Neuhausen steht der Tabellendreizehnte wieder unter Zugzwang. Bei einer Niederlage droht der Absturz auf einen Abstiegsplatz. Neben den beiden angeschlagenen Angreifern Dennis Oswald und Marco Parrotta hat sich nun auch Osman Cobankara verletzt. Der SGEH-Stürmer zog sich in Deizisau eine Muskelverletzung zu und droht gegen Neuhausen auszufallen. Dafür hat der bislang beste Torjäger Marco Parrotta (sechs Saisontore) vergangenen Sonntag auf die Zähne gebissen und kam in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. „Das ging nur mit Schmerzen“, erklärt der SGEH-Trainer.

Weil die SGEH derzeit viele angeschlagene Spieler zu beklagen hat, stand am Dienstagabend statt Training ein Besuch im Thermalbad auf dem Programm. „Ich hoffe dadurch, auf den einen oder anderen Spieler wieder zurückgreifen zu können“, sagt Karatailidis. Mit Marco Parrotta (Prellung am großen Zeh), Osman Cobankara und Dennis Oswald (Sprunggelenk) drohen erneut drei Leitungsträger auszufallen. Dafür befindet sich Marc Kevin Theimer wieder im Mannschaftstraining. Ob es für einen Einsatz am Sonntag reicht, entscheidet sich erst kurzfristig. Dennoch sieht der SGEH-Trainer der kommenden Begegnung zuversichtlich entgegen: „Die Mannschaft ist voll im Saft und alle Spieler brennen auf ihren Einsatz.“ Bis zur Winterpause muss die Elf von der Berghalbinsel noch fünf Spiele bestreiten. Zweimal zu Hause (FV Neuhausen, 1. FC Rechberghausen) und dreimal auswärts (1. FC Frickenhausen, VfB Reichenbach, TV Nellingen).

Die anderen abstiegsgefährdeten Teams stehen vor unterschiedlich schweren Aufgaben. Der Tabellenviertzehnte VfB Oberesslingen/Zell ist beim Tabellendritten TSV Neckartailfingen in der Außenseiterrolle. Der TSV RSK Esslingen (15. Tabellenplatz) spielt zu Hause gegen den TV Nellingen (5.), der SC Altbach (16.) erwartet den TSV Deizisau (7.), der TSV Wendlingen (17.) spielt gegen den 1. FC Rechberghausen (10.) und das Tabellenschlusslicht TSV Berkheim erwartet den VfB Reichenbach (11.).