Lokalsport

Thermikjäger starten mit Verspätung durch

Segelfliegen Nachdem der erste Wertungstag des Hahnweide-Wettbewerbs witterungsbedingt abgesagt werden musste, geht‘s am zweiten für die Piloten richtig los. Von Lars Reinhold

Ready for takeoff: Vor dem Start haben die Segelflieger beim Hahnweidewettbewerb viel zu tun. Foto: Markus Brändli
Ready for takeoff: Vor dem Start haben die Segelflieger beim Hahnweidewettbewerb viel zu tun. Foto: Markus Brändli

Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 131 Stundenkilometern in der Standardklasse sind die Teilnehmer des 51. Hahnweide-Wettbewerbs regelrecht durchgestartet. Nachdem am Samstag aufgrund dichter Bewölkung für alle Klassen die Wertung ausgesetzt worden war, zeigte sich das Wetter am Sonntag von seiner besten Seite: Eine kühle Luftmasse, viel Sonneneinstrahlung und wunderschöne Cumulus-Wolken hatten bereits am Vormittag auf hervorragende Flugbedingungen hingewiesen.

Entsprechend optimistisch plante die Wettbewerbsleitung die Aufgaben. Von 403 bis 550 Kilometer reichten die Strecken, die die Piloten zu absolvieren hatten. „Die Standardklasse konnte die Rennstrecke auf der Schwäbischen Alb perfekt ausnutzen, entlang sogenannter Konvergenzlinien gewannen die Piloten auch im Geradeausflug an Höhe und mussten kaum kreisen, deshalb standen am Ende des Tages solch hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten zu Buche“, kommentierte Hahnweide-Urgestein und Schempp-Hirth-Chef Tilo Holighaus das Wettbewerbsgeschehen.

Die 15- und die 18-Meter-Klasse flogen bis Heidenheim und von dort gen Norden in den Thüringer Wald, die Doppelsitzer umrundeten Stuttgart via Südschwarzwald, Karlsruhe und Donauwörth, und die Offene Klasse musste sich ebenfalls um Stuttgart herumkämpfen - allerdings so weiträumig, dass am Ende 550 Kilometer zu fliegen waren.

Mit den verschiedenen Routen wollte die Wettbewerbsleitung aber nicht nur dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Klassen gerecht werden, sondern auch das Feld auseinanderziehen, um Fliegen im „Pulk“ mit vielen anderen Flugzeugen zu vermeiden. „Das ist eine Frage der Sicherheit“, so Tilo Holighaus.

In der Standardklasse entschied Sjaak Selen das Rennen für sich und verwies Robert Schröder und Enrique Lewin auf die Plätze zwei und drei. In der 15-Meter-Klasse siegte Steffen Schwarzer vor David Bauder und Owen McCormack. Die 18-Meter-Klasse gewann Peter Millenaar vor Albert Kiessling und Christoph Nacke, bei den Doppelsitzern siegte Kilian Walbrou vor Lukas Schmidt und Nils Ruckert. In der Offenen Klasse gewann Felipe Levon vor Uli Schwenk und Markus Frank.

Die Wertungen des zweiten Wettbewerbstages, der am gestrigen Montag Flugaufgaben 396 und 453 Kilometer vorsah , lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

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