Lokalsport

Tief stapeln, locker bleiben

Fußball-Bezirksliga Die SGEH und der VfL Kirchheim schielen vor der Winterpause mit einem Auge auf den Relegationsplatz. Darüber reden will vorerst keiner. Von Reimund Elbe

Er sagt, wo es langgeht: SGEH-Trainer Dieter Hiller hält die Alb-Spielgemeinschaft trotz Platz drei fest auf dem Boden.Foto: Mar
Er sagt, wo es langgeht: SGEH-Trainer Dieter Hiller hält die Alb-Spielgemeinschaft trotz Platz drei fest auf dem Boden.Foto: Markus Brändli

Die jüngste Schwäche des Tabellenzweiten TSV Oberensingen in der Fußball-Bezirksliga weckt in der Teckregion neue Hoffnungen. Der Dritte SGEH und dessen direkter Verfolger VfL Kirchheim reden kurz vor der Winterpause zwar noch nicht über Relegation und Aufstieg, doch die Tabelle bietet Interpretationsspielraum.

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Unverkrampft geht man mit dem Thema bei der Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler-Hochwang um. „Wir sind froh, überhaupt da oben zu stehen“, betont SGEH-Trainer Dieter Hiller, der mit seinem Team am Sonntag beim abstiegsgefährdeten TV Nellingen antritt. Die Niederlage der TSV Oberensingen in Neuhausen (1:2) vor acht Tagen, verbunden mit dem gleich gebliebenen Abstand von nur drei Zählern auf den Zweiten, hat Hiller wohlwollend registriert, sein Saisonziel will der Erfolgscoach trotzdem nicht überdenken. Am Dienstag beim Training lag Schnee im Hardtwaldstadion. „Wir sind froh, dass wir in den letzten beiden Spielen des Jahres auswärts auf Kunstrasen antreten können“, sagt Hiller, der am Sonntag in Nellingen mit heftiger Gegenwehr rechnet und deshalb vorsichtig einen Punkt als Ziel ausgibt. Unklar ist, ob die SGEH mit ihren beiden Torjägern Marco Parrotta und Biran Darboe antreten kann. Beide waren zuletzt angeschlagen, konnten nicht trainieren.

Auch beim VfL Kirchheim will Spielertrainer Markus Schweizer trotz der jüngsten Oberensinger Niederlage nichts von einem neu eröffneten Rennen um Tabellenplatz zwei wissen. „Wir wollen uns fußballerisch verbessern und Fehler abstellen“, meint Schweizer, der sich wie sein Zwillingsbruder Michael mit muskulären Problemen im Oberschenkel herumplagt. Einsatz im Heimspiel gegen den FC Eislingen: fraglich. „Eislingen steht als Tabellenvorletzter mit dem Rücken zur Wand“, sagt der Trainer. „Trotzdem wollen wir dominant sein.“ Gespielt wird aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem Kunstrasenplatz. Ein Sieg wäre die beste Antwort auf die ärgerliche 1:2-Niederlage beim TSV RSK Esslingen.

Beim TV Neidlingen hat das 4:1 gegen die Esslinger am Donnerstag vergangener Woche ein neues Hoch ausgelöst. Nach mageren Wochen und acht sieglosen Partien haben die Neidlinger wieder gute Aussicht auf einen dauerhaften Mittelfeldplatz. Am Sonntag empfängt der Tabellenneunte den FV Vorwärts Faurndau. „Das ist die Gelegenheit, die Faurndauer auf Distanz zu halten“, betont TVN-Spielertrainer Patrick Kölle. Obwohl beide Teams Tabellennachbarn sind, hat Gastgeber TVN fünf Zähler mehr auf dem Konto.

Martin Kirschmann und Felix Kaiser werden den Neidlingern urlaubsbedingt fehlen, doch der Kader ist groß. „Heimspiel heißt, auf Sieg spielen“, kündigt Kölle an. Angreifer Lukas Pflüger, beim 4:1 gegen Esslingen mit einem Hattrick einer der Sieg-Wegbereiter, ist ein Kandidat für die Anfangsformation. Nach Auslandsstudium und Verletzungen ist der Stürmer „auf einem guten Weg“, wie sein Trainer findet. Die Faurndauer dagegen rücken mit Sorgen an: Das 1:2 im vergangenen Spiel gegen den Abstiegskandidaten TSV Berkheim war ein herber Rückschlag im Bemühen, Abstand zur Abstiegszone zu gewinnen.