Lokalsport

Titelaspiranten üben sich in gegenseitiger Zurückhaltung

Kreisliga A Die SF Dettingen haben Platz eins abgehakt, was ihnen beim TV Neidlingen keiner so recht glauben mag.

Ist der TV Neidlingen (hier Lukas Pflüger) noch zu stoppen?
Ist der TV Neidlingen (hier Lukas Pflüger) noch zu stoppen?

Dettingen. Mit acht Punkten Rückstand bei noch neun ausstehenden Begegnungen ist die Ausgangslage der SF Dettingen im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A2 bei Weitem nicht mehr so gut, wie noch vor der Winterpause. Dettingens Spielleiter Thomas Beller gibt angesichts dieser Tabellenkonstellation auch eine neue Marschroute vor: „Die Meisterschaft haben wir abgehakt, wir müssen uns jetzt voll auf die Verteidigung von Platz zwei konzentrieren. Wir dürfen uns jetzt nur noch maximal einen Ausrutscher erlauben.“

Die Partie am Sonntag beim SV Nabern sollte aufgrund der 125-jährigen Jubiläumsfeier der SFD ursprünglich auf ein anderes Datum verschoben werden, doch eine alternative Terminierung kam nicht zustande. „Bereits seit Mitte Februar hatten wir die Naberner darum gebeten, das Spiel zu verlegen. Da sie aber keinen optionalen Termin zur Verfügung hatten, muss das Spiel jetzt doch stattfinden. Allein das ist Motivation genug, das Spiel nun erst recht für uns zu entscheiden“, so Beller.

Keine Neuigkeiten gibt es hingegen bei der Trainersuche der Dettinger. Nachdem der aktuelle Coach Heiko Blumauer vergangene Woche seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt gegeben hatte, sondiert die SFD-Vereinsführung momentan noch den Markt. Beller strebt jedoch eine baldige Lösung an: „Wir haben ein paar Kandidaten auserkoren und intern eine Reihenfolge festgelegt. Wenn wir einen davon nach Dettingen lotsen können, wären wir sehr glücklich.“

Beim Tabellenführer TV Neidlingen will man die Zurückhaltung der Dettinger allerdings noch nicht so ganz glauben, wie Spielertrainer Patrick Kölle bestätigt: „Wir haben die SFD noch nicht so abgeschrieben, wie sie uns. Aber es liegt natürlich in unserer Hand, dies zu bestätigen.“

Übermorgen beim TSV Weilheim II könnte den Neidlingern diesbezüglich jedenfalls ein weiterer großer Schritt in Richtung Bezirksliga-Aufstieg gelingen. Aktuell haben die Neidlinger mit 54 Zählern exakt doppelt so viel Punkte geholt, wie ihre Kontrahenten am Sonntag. Alles andere als ein Auswärtssieg wäre also eine große Überraschung. „Es wird nicht so einfach, wie es die Tabellensituation vermuten lässt. Zumal man bei den Weilheimern ja nie weiß, wer da noch aus dem Landesligakader hinzustößt“, warnt der 30-jährige TVN-Coach.

Der zuletzt stark ersatzgeschwächte Spitzenreiter kann dann auch wieder auf Mittelfeldspieler Benedikt Sorwat zurückgreifen, der nach seinem Urlaub in die Mannschaft zurückkehrt. Dass die Weichen in Neidlingen schnellstmöglich auf das Bezirksoberhaus gestellt werden, spielt darüber hinaus auch für die Kaderplanung eine Rolle. „Wir haben schon zwei, drei gute Spieler im Fokus, die uns verstärken würden, allerdings nur im Falle eines Aufstiegs“, erklärt Kölle.

In Jesingen geht es in dieser Runde hingegen nur noch um eines - den Klassenerhalt. Im Heimspiel gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht TSV Neckartenzlingen bietet sich für die „Gerstenklopfer“ dabei eine aussichtsreiche Möglichkeit, dem Tabellenkeller vorerst zu entkommen.

Verfolgerduell in Grötzingen

Etwas entspannter kann derweil der AC Catania Kirchheim in die Saisonendphase starten. Momentan auf einem gefestigten siebten Rang ist der Abstand sowohl zur oberen als auch zur unteren Tabellenregion vermutlich zu groß, als dass noch etwas anbrennen könnte. Gegner der Catanesi ist der TV Bempflingen (5. Platz).

Im Topspiel treffen die punktgleichen Verfolger TSV Grötzingen (4.) und TSV Grafenberg (3.) aufeinander. Der Sieger dieser Partie hat weiterhin Außenseiterchancen auf den Aufstiegsrelegationsplatz.Max Pradler

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