Lokalsport

Top-Läuferfeld zum Täles-Cup-Finale

Bei der morgigen 27. Auflage des Käppelelaufs werden wieder rund 150 Teilnehmer erwartet

Morgen gilt‘s: Zum 27. Mal ist die lokale Laufszene eingeladen, den Dettinger Hausberg im Rahmen des 7,3 Kilometer langen und mit 300 Höhenmetern gespickten Käppelelaufs zu stürmen. Rund 150 Läuferinnen und Läufer werden sich wieder der Herausforderung an Allerheiligen stellen.

Im Lindwurm Richtung Käppele: Auf den 7,3 Kilometern durch den Talwald warten auf die Teilnehmer rund 300 Höhenmeter. Foto: Jörg
Im Lindwurm Richtung Käppele: Auf den 7,3 Kilometern durch den Talwald warten auf die Teilnehmer rund 300 Höhenmeter. Foto: Jörg Bächle

Nürtingen/Dettingen. In diesem Jahr freuen sich die Organisatoren der Triathlon-Abteilung des TSV Frickenhausen auf ein Top-Läuferfeld. Mit Maximilian Longree steht ein bekannter Triathlet am Start, der unter anderem im November 2010 innerhalb von drei Wochen dreimal erfolgreich auf der Ironman-Distanz startete und alle Marathons unter 2,50 Stunden lief. Des Weiteren rechnen die Veranstalter damit, dass sich mit Bastian Franz der Gewinner des Freiburg Marathons 2012 sowie der deutsche Berglaufmeister, Timo Zeiler, in der Startaufstellung einreihen wird. Auch Stefan Rabausch vom TSV Frickenhausen, Gewinner der Tälescup-Gesamtwertung aus dem Vorjahr, hat sich angekündigt.

„Bei einem solchen Starterfeld kann der Streckenrekord gebrochen werden“, freut sich Stefan Karau, Abteilungsleiter der TSVF-Triathleten, die mit rund 30 ihrer 80 Mitglieder für einen reibungslosen Ablauf sorgen wollen. „Die Vorbereitungen am Sonntag beginnen schon um 4 Uhr morgens“, verrät Mitorganisator Werner Martin, der mit seinen Vereinskollegen seit vergangenem Jahr für den Käppelelauf verantwortlich zeichnet. „Wir wollten schon lange eine Veranstaltung auf die Beine stellen und da hat sich das 2014 angeboten, als das alte Orgateam Nachfolger gesucht hat“, so Martin.

Die Traditionsveranstaltung an Allerheiligen ist gleichzeitig der finale Lauf der Täles-Cup-Laufserie des TSV Beuren, zu der bekanntlich noch der Bärlauchlauf, der Hohenneuffen-Berglauf und der Kirchertlauf zählen. In der Gesamtwertung führt aktuell Sven Meyer vom TSV Ötlingen. „Ich habe alle Wertungsläufe dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt mitgemacht und bin richtig überrascht, dass ich ganz vorne liege“, verrät Meyer, der der starken Konkurrenz zum Trotz ein klares Ziel hat: „Jetzt will ich das Ding natürlich auch gewinnen.“ Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Michael Böhmler (Wendlngen) beträgt satte 2,47 Minuten. Bei den Frauen liegt die Kirchheimerin Claudia Volz im Dress des Team Sport Schweizer vorne.

Die Zuschauer dürfen also gespannt sein, wen Moderator Frank Bauknecht aus Großbettlingen, der in der Laufszene durch seine zahlreichen Seminare und Sport-Events bekannt ist, als Ersten auf dem Käppele begrüßen darf. Gegen 10.30 Uhr wird es so weit sein. Nachdem der letzte Läufer im Ziel sein wird, findet alsbald die Siegerehrung statt. Geehrt werden sowohl die Schnellsten des Käppelelaufs als auch die Besten des Täles-Cups.

Auf dem Käppele dürfen sich die Teilnehmer erneut auf ein reichhaltiges Buffet freuen, an dem sich auch Zuschauer und Fans bedienen dürfen – ein kleiner Obulus in die Spendenkasse wird nicht abgelehnt.

Der Startschuss fällt am morgigen Sonntag um 10 Uhr am Sportplatz Reudern. Wer mitlaufen möchte, sollte an diesem Tag bis spätestens 9.45 Uhr am Sportplatz in Reudern sein. Anmeldungen sind bis zu diesem Zeitpunkt möglich.sip/pet

Vom Hohenneuffenlauf-Test zum eigenständigen Evergreen

Leichter Berglauf Der Käppele-Lauf gilt im Vergleich zum Hohenneuffen-Berglauf als leichter Berglauf. Die Summe der Steigungen auf der 7,3 Kilometer langen Strecke im Talwald beträgt knapp 300 Meter – wer auf den Hohenneuffen läuft, bekommt es auf 9,3 Kilometern immerhin mit 438 Höhenmetern zu tun. Testballon Beide Laufveranstaltungen stehen in direkter Beziehung zueinander: 1988 sollte es für den ersten Hohenneuffen-Lauf testweise durch den Talwald gehen. Ziel des damals sechs Kilometer langen Laufs war der „Nonnenbrunnen“. Erst im darauffolgenden Jahr wurde das Käppele Endpunkt und die Strecke länger. Neustart 2007 Bis 2006 ertönte der Startschuss am Nürtinger Hundesportplatz. Aus organisatorischen Gründen wird seit 2007 am Reuderner Sportplatz gestartet, nach rund zwei Kilometern geht‘s wieder auf die „Ur“- Strecke – an der Länge änderte dies nichts, die Läuferschar muss nach wie vor 7,3 Kilometer absolvieren. Zwei Rekorde Aufgrund der beiden unterschiedlichen Streckenverläufe gelten auch zwei Streckenrekorde. Schnellster auf der alten war Klaus Löffler, der 1991 nach 26,19 Minuten finishte. Die Bestmarke auf der neuen Strecke stellte Clemens Silabetzschky vor vier Jahren im Dress der LG Neckar Erms in 26,54 Minuten auf.pet

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