Lokalsport

Towers werfen keine Schatten auf Kirchheim

Basketball Die Knights bleiben nach dem 72:59-Heimerfolg über Hamburg Tabellenzweiter und in der Sporthalle Stadtmitte weiterhin unbesiegt.

Auch mit Ball immer einen Schritt schneller: Jonathon Williams. Foto: Tanja Spindler
Auch mit Ball immer einen Schritt schneller: Jonathon Williams. Foto: Tanja Spindler

Zu Hause weiterhin ungeschlagen – diesen Nimbus dürfen sich die Kirchheim Knights weiterhin auf die Fahne schreiben. In einer hart umkämpften und intensiven Partie kamen die Ritter gut ins Spiel. Die Offensive lief flüssig, und in der Defensive hielt der Verteidigungsring den Hamburgern stand.

Früh ließen die Schwaben jedoch einige leichte Wurfmöglichkeiten liegen und brachten so den Gast in die Partie. Zwei Drei-Punkte-Würfe von Andi Kronhardt und Jonathon Williams – jeweils mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr – retteten die knappe Ritter-Führung zur ersten Viertelpause. Beim Stand von 19:15 die erste Verschnaufpause für beide Teams in einer kampfbetonten Partie.

Im zweiten Abschnitt erhöhten beide Mannschaften die Konzentration in der Defensive. Sowohl Hamburg als auch Kirchheim ließen nun kaum Spielfluss zu und ermöglichten dem Gegner nur sehr schwere Wurfmöglichkeiten. Dabei fanden die Towers etwas öfter das Ziel und holten sich zur Halbzeit eine knappe 31:30-Führung. Besonders unter den Körben gab es beinharte Zweikämpfe zwischen Andreas Kronhardt, Jonathan Maier, Seth Hinrichs und Brian Wenzel auf der einen und Jus- tin Raffington, Rob Ferguson und Enosch Wolf auf der anderen Seite.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es intensiv weiter. Doch die Knights hatten nun einen Weg gefunden, die von Trainer Attarbashi glänzend eingestellte Defensive zu überwinden. Insbesondere Carrington Love, in der ersten Halbzeit noch durch Foulprobleme gehemmt, setzte sich nun ein ums andere Mal gegen seine Gegenspieler durch und verwandelte in atemberaubendem Tempo. Acht Zähler in Folge durch Williams und Love, der am Ende auf 18 Zähler kam, erhöhten den Druck auf die Towers. Die Defensive der Ritter hielt weiterhin stand, und so konnten die Knights einen Vorsprung erspielen, den sie bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollten.

Mit 52:44 ging es in den Schlussabschnitt. Und die Gäste wollten es nochmal wissen. Immer wieder setzte Raffington per Rebound wichtige Akzente, und auch Aufbauspieler Canty kam nun immer öfter in die Zone der Ritter. Die Knights hielten jedoch erfolgreich dagegen und verwalteten den Vorsprung klug. Brian Wenzel übernahm Verantwortung, nachdem Tim Koch nach einem Zusammenprall mit Preston Medlin am Sprunggelenk verletzt vom Feld musste. Wie lange der Forward nun ausfällt, ist noch unklar. Eine Bänderverletzung scheint jedoch wahrscheinlich.

Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und unbedingtem Willen, die beiden Punkte zu behalten, kämpften die Ritter fortan um jeden Ball und fanden häufig die richtige Antwort. Am Ende stand ein letztlich ungefährdeter 72:59-Erfolg. „Das war ein sehr intensives Spiel, und ich bin froh, dass wir uns durchgesetzt haben. Hamburg ist ein starkes Team, das bereits Gotha und den MBC geschlagen hat. Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich da durchsetzt“, erklärte ein erleichterter Kirchheimer Trainer Michael Mai.

Für die Ritter geht es nun zum nächsten Derby gegen Heidelberg. Am kommenden Sonntag treffen die Ritter dort auf ihren ehemaligen Trainer Frenkie Ignjatovic und seine MLP Academics – das nächste Topspiel für die Kirchheimer Körbjäger.cs

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