Lokalsport

Tränen sollen schnell trocknen

Abstieg der Ötlinger B-Jugendfußballerinnen so gut wie sicher

Katzenjammer im Rübholz: Dem TSV Ötlingen droht das Aushängeschild in Sachen Mädchenfußball abhandenzukommen. Den Verantwortlichen bereitet der Abstieg der B-Juniorinnen aus der Verbandsstaffel jedoch kaum Kopfzerbrechen. Aus gutem Grund.

Dagegen gehalten und trotzdem nicht gewonnen: Klara Bestenlehner (re.) und die TSVÖ-Mädels kamen gegen Rommelshausen nicht über
Dagegen gehalten und trotzdem nicht gewonnen: Klara Bestenlehner (re.) und die TSVÖ-Mädels kamen gegen Rommelshausen nicht über ein 1:1 hinaus. Foto: Brändli

Kirchheim. Als Schiedsrichter Zaim Emerllahu aus Oberensingen am vergangenen Samstag die Verbandsstaffelpartie der Ötlinger B-Jugendkickerinnen gegen die Spvgg Rommelshausen abpfiff, kannte die Enttäuschung bei den TSVÖ-Mädels keine Grenzen mehr. „Vielen sind die Tränen gekommen“, beschreibt Martin Bestenlehner, Geschäftsführer der Spielgemeinschaft, die der TSVÖ mit dem TSV Wendlingen bildet, die Stimmung nach dem 1:1 der Rübholzelf gegen den Kellerkonkurrenten aus dem Remstal.

Was den Gästen als Tabellenvorletztem ein letztes Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt verschaffte, sorgte bei den Gastgebern für kollektive Katerstimmung. Nach dem Remis ist die ranghöchste Mädchenmannschaft der Teckregion drei Spieltage vor Saisonende als Verbandsstaffelschlusslicht mit sieben Punkten Rückstand aufs rettende Ufer so gut wie abgestiegen.

Am Spiel gegen Rommelshausen lag‘s freilich nicht, dass der TSVÖ kommende Saison zum ersten Mal seit Jahren wieder auf Bezirksebene antreten muss. Nur zwei Siege und vier Remis aus bislang 18 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. „Sportlich hat‘s einfach nicht gereicht, um mitzuhalten“, sagt Martin Bestenlehner, dem es trotz des Abstiegs nicht bange um den Frauen- und Mädchenfußball im Rübholz ist.

So rücken aus der C-Jugend, die auf Bezirksebene seit zwei Jahren in der Halle und im Freien alles abräumt, zehn Spielerinnen auf, sodass der TSVÖ auch kommende Saison als einer der wenigen Vereine überhaupt zwei B-Jugendteams im weiblichen Bereich stellen kann.

Kein Wunder also, dass der Abstieg der Verbandsstaffelmannschaft nach dem Willen der Verantwortlichen ein Betriebsunfall bleiben soll. „Das ist kein Beinbruch. Der Wiederaufstieg ist kommende Saison das Ziel“, sagt Martin Bestenlehner, der nicht zuletzt von Jugendspielerinnen mit höherklassiger Erfahrung profitiert: Bestenlehner trainiert schließlich die Frauenmannschaft der SGM Wendlingen-Ötlingen, die es mit eigenem Nachwuchs in die Regionenliga und so zur Nummer zwei in der Teckregion im aktiven Bereich hinter dem TSV Weilheim gebracht hat – ein guter Grund, die Tränen im Rübholz schnell trocknen zu lassen.

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