Lokalsport

Tragischer Todesfall beim Fußball

Unglück Während des Kreisligaspiels zwischen Denkendorf und Wendlingen stürzt ein Zuschauer und stirbt im Krankenhaus.

Denkendorf. Schockminuten am Sonntagnachmittag: Die Partie zwischen dem TSV Denkendorf und dem TSV Wendlingen in der Fußball-Kreisliga A1 ist kurz vor dem Pausenpfiff beim Stand von 2:1 für die Gastgeber abgebrochen worden. Grund dafür war ein medizinischer Notfall. Ein 77 Jahre alter Zuschauer stürzte bei dem Versuch, den Ball auf das Spielfeld zurückzuspielen kurz nach 15.45 Uhr zwischen der Torauslinie und den Parkplätzen unglücklich auf den Asphalt und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Der Verletzte wurde nach einer notärztlichen Erstversorgung und Reanimationsmaßnahmen vom Rettungshubschrauber in eine Stuttgarter Klinik geflogen. Dort starb er in der Nacht auf Montag.

Beide Mannschaften sahen sich nach dem tragischen Vorfall nicht mehr in der Lage, die Begegnung in der zweiten Hälfte fortzusetzen. Der Denkendorfer Trainer Thorsten Schöllkopf, sein Wendlinger Kollege Armin Sigler und der Schiedsrichter fassten in der Pause nach einer kurzen Beratung den gemeinsamen Entschluss, die Partie nicht mehr fortzuführen. „Der Fußball wird in so einem Moment zur absoluten Nebensache“, sagte Wendlingens Abteilungsleiter Sascha Strähle.

„Ein bedrückender Nachmittag“

„Ich bin immer noch schockiert“, sagte der ehemalige Kirchheimer Schöllkopf am Dienstag. „Es machte angesichts des Vorfalls absolut keinen Sinn mehr weiterzuspielen.“ Auch für Denkendorfs Innenverteidiger und Pressewart Tim Kurka war der Spielabbruch nach den ersten 45 Minuten alternativlos: „Man kann nicht Fußball spielen, wenn direkt hinter der Seitenlinie ein Mensch um sein Leben ringt. Es war ein sehr trauriger und bedrückender Nachmittag für alle auf dem Sportplatz.“

Der 77-Jährige war nach dem Sturz zunächst von einem anwesenden Arzt und den obligatorischen Sanitätern versorgt worden. In Anbetracht der Schwere der Verletzungen wurden ein Notarzt und die Polizei alarmiert. Schließlich wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der auf dem Denkendorfer Rasenplatz landete und den Verletzten in ein Krankenhaus nach Stuttgart abtransportierte. Die Kopfverletzungen des 77-Jährigen waren jedoch so schwer, dass er die Nacht nicht überlebte und im Krankenhaus starb. Der Verunglückte war nach Aussage von Sascha Strähle früher selbst aktiver Spieler des TSV Wendlingen und besuchte jede Partie der TSVW-Mannschaft, egal, ob zu Hause oder auswärts. „Er war eng mit dem Verein verbunden“, sagte der Wendlinger Abteilungsleiter.

Wann und in welchem Umfang die Partie nachgeholt wird, ist derzeit noch offen.ez

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